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Content Marketing | KLIXPERT.io | digital.sales.now https://klixpert-io.s2.klixpert.dev Wir helfen Unternehmen mehr Sichtbarkeit, Leads und Sales zu generieren, durch Growth Marketing. Mon, 08 Jun 2026 05:59:19 +0000 de-AT hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.5 https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/app/uploads/2024/11/cropped-klixpert-website-icon-test-32x32.png Content Marketing | KLIXPERT.io | digital.sales.now https://klixpert-io.s2.klixpert.dev 32 32 10 erfolgreiche Content Marketing Beispiele 2026: So gelingt erfolgreiches Storytelling mit echtem Mehrwert! https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/content-marketing/erfolgreiche-content-marketing-beispiele/ Mon, 02 Mar 2026 08:39:24 +0000 https://www.klixpert.io/?p=8769 Content Marketing ist im Jahr 2026 längst kein Buzzword mehr, sondern ein fester Bestandteil erfolgreicher Online-Marketing-Strategien. Es geht längst nicht mehr nur darum, Inhalte zu veröffentlichen – sondern darum, guten Content strategisch zu nutzen, um potenzielle Kunden zu informieren, zu begeistern und zu binden. Dies nennt sich dann Inbound Marketing.

Aber wie sieht das in der Praxis aus? Welche Formate funktionieren? Und welche Marken machen es richtig gut?

In diesem Artikel zeigen wir dir 10 erfolgreiche Content-Marketing-Beispiele aus B2B und B2C, liefern Inspiration für deine eigene Content-Strategie und geben einen Überblick über wirkungsvolle Formate entlang der Customer Journey. Enjoy!

Warum Content Marketing auch für 2026 entscheidend ist

Grafik, Mensch mit Idee, zieht leads an, E-Mail Marketing

Content Marketing wird auch im Jahr 2026 noch wichtiger. Es gilt, deine Marke und Brand als Experte zu positionieren, für User, für Google und Co, aber auch für alle AI Modelle. Deine E-E-A-T ist deine Währung im Internet.

Ob Blogartikel, Podcasts, Webinare, Tutorials oder Whitepaper – Content schafft Sichtbarkeit, Vertrauen und Conversions. Vor allem im Rahmen einer durchdachten Inbound-Marketing-Strategie ist Content der Motor für langfristiges Wachstum.

Ziele im Content Marketing sind unter anderem:

  • Leadgenerierung
  • Markenbekanntheit
  • Aufbau eines YouTube-Kanals oder eines Podcasts (z. B. via Spotify)
  • Sichtbarkeit auf social-media-kanälen wie TikTok, LinkedIn oder Instagram
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch relevante Inhalte und Backlinks
  • Positionierung als Experte in B2B Content Marketing oder E-Commerce

Es gibt viele Vorteile von Content Marketing. Doch wie sieht das konkret aus? Hier kommen 10 reale und inspirierende Content-Marketing-Beispiele:

1. Hornbach – Marke mit Haltung

Hornbach ist bekannt für seine mutigen Kampagnen – aber auch im Content Marketing überzeugt der Baumarkt mit echtem Mehrwert. Auf dem Blog und via YouTube erhalten Heimwerker Tutorials, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und praxisnahe Tipps.

Formate:

  • Hornbach YouTube-Kanal mit DIY-Projekten
  • Hornbach Blogbeiträge mit Bauanleitungen
  • Soziale Medien mit starken Markenbotschaften (z.B. Hornbach auf Instagram)

Ziel: Markenbekanntheit, Community-Aufbau, Kundenbindung

2. Ikea – Storytelling & Community-Engagement

Ikea setzt auf ein umfassendes Content-Ökosystem, das von inspirierenden Wohnideen bis hin zu User-Generated Content reicht. Kunden werden ermutigt, eigene Einrichtungsfotos in sozialen Netzwerken zu teilen – ein starker Hebel für Reichweite.

Formate:

  • Instagram-Reels & TikTok-Shorts
  • Infografiken, Leitfäden, Einrichtungstipps
  • Interaktive Landingpages

Ziel: Inspiration & Kundenbindung, visuelle Markenführung

3. HubSpot – das B2B-Content-Kraftwerk

Als Plattform für Marketing-Automatisierung ist HubSpot selbst ein Paradebeispiel für erfolgreiches B2B-Content-Marketing. Der Content umfasst alles von Whitepapern über Webinare bis hin zu einem umfassenden Redaktionsplan mit Hunderten Blogartikeln.

Formate:

  • HubSpot Blogbeiträge, E-Mail-Newsletter, HubSpot Tools
  • HubSpot Tutorials, HubSpot Podcasts, HubSpot Vorlagen
  • SEO-optimierte Landingpages

Ziel: Leadgenerierung, Kundenschulung, Markenautorität

4. Spotify – Podcasts als Content-Treiber

Spotify nutzt nicht nur Content – es ist Content. Neben exklusiven Shows mit Prominenten setzt Spotify gezielt auf influencergetriebenes Storytelling und kuratierte Playlists, um neue Zielgruppen zu erreichen.

Formate:

  • Podcasts als Content-Formate
  • User-generated Playlists
  • Musik- & Themenkampagnen über social media

Ziel: Abonnenten gewinnen, Bindung & Plattformnutzung steigern

5. LinkedIn – Thought Leadership auf der eigenen Plattform

LinkedIn zeigt eindrucksvoll, wie man eigene Kanäle nutzen kann: mit Fachartikeln, Meinungsbeiträgen und Expertenvideos rund um Digital Marketing, Karriere und Leadership.

Formate:

Ziel: Autorität, Engagement auf der Plattform steigern

6. Adobe – Kreativität als Verkaufsargument

Adobe betreibt mehrere Content-Hubs, etwa „Create Magazine“, und bindet gezielt die eigene Kreativ-Community ein. Kunden werden zu Content Creators, z. B. mit Video-Tutorials, Design-Guides oder Fallstudien.

Formate:

Ziel: Markenbekanntheit, Produktschulung, Community-Building

7. Tchibo – Content-Strategie trifft E-Commerce

Mit „Tchibo Stories“ und Lifestyle-Inhalten zu Nachhaltigkeit, Kaffee und Mode schafft das Unternehmen eine emotionale Kundenbindung – abseits klassischer Produktwerbung.

Formate:

  • Blogartikel, E-Mail-Kampagnen
  • Tchibo YoutTube Videos, Tchibo Rezepte, Tchibo Ratgeber
  • Social Media Kampagnen

Ziel: Kundenbindung, Leadgenerierung, SEO-Wirkung

8. Salesforce – Daten + Content = Relevanz

Salesforce zeigt, wie B2B-Unternehmen datengetriebenen Content entwickeln. Mit Studien, Benchmarks und konkreten Handlungsempfehlungen liefert der Anbieter echten Mehrwert für Marketing-Teams und Marketer.

Formate:

  • Whitepaper, Reports, Infografiken
  • Thought Leadership auf Events
  • Video-Kampagnen auf YouTube & LinkedIn

Ziel: Leadgenerierung, Markenautorität, Content-Marketing-Kampagnen

9. OMR – Content-first als Geschäftsmodell

Online Marketing Rockstars (OMR) ist selbst durch Content groß geworden: Konferenzen, Podcasts, Newsletter und die eigene Plattform bündeln Know-how für die Digitalbranche.

Formate:

  • Täglicher Blog, Fachartikel, Studien
  • OMR Podcasts & Interviews
  • Events & Whitepaper

Ziel: Community-Building, Markenreichweite, Expertenstatus

10. Personio – Education & SEO in Balance

Das HR-Tech-Startup Personio verbindet SEO, zielgerichtete Leadgenerierung und Inbound Marketing in Perfektion. Der Blog beantwortet Fragen entlang der gesamten Customer Journey.

Formate:

  • Blogbeiträge, E-Books, Checklisten
  • Webinare, Toolkits
  • SEO-optimierte Landingpages

Ziel: Top-of-Funnel Sichtbarkeit + Mid-Funnel Konversion

Was machen diese Beispiele so erfolgreich?

Alle genannten Marken eint eine klare Content-Marketing-Strategie und eine konsequente Ausrichtung auf Marketing-Ziele wie Reichweite, Vertrauen und Conversion.

Dabei setzen sie auf:

  • Klare Content-Formate, abgestimmt auf Zielgruppen
  • Plattformübergreifende Kommunikation auf social-media-kanälen
  • Ein konsistentes visuelles & inhaltliches Storytelling
  • Saubere KPI-Messung über Tools wie Google Analytics

Und: Sie liefern echten Mehrwert – nicht Werbung.

Welche Formate funktionieren besonders gut?

Person using a social media marketing concept on mobile phone with notification icons of like, message, comment and star above smartphone screen.

Je nach Phase der Customer Journey und Zielgruppe funktionieren unterschiedliche Inhalte. Hier ein Überblick:

PhaseZielBeispiele
AwarenessSichtbarkeitBlogartikel, Videos, Social Posts
ConsiderationVertrauenWebinare, Whitepaper, Checklisten
DecisionKonversionLandingpages, Fallstudien, Demos
RetentionKundenbindungPodcasts, Newsletter, Events

Gutes Content Marketing bedeutet: immer das passende Format zur richtigen Zeit.

Blick von uns als Dienstleister auf Content Marketing: Es wirkt, wenn es gut gemacht ist und eine Strategie da ist.

Ob du mit TikTok-Videos auffallen willst, ein Whitepaper zur Leadgenerierung nutzt oder mit einem Podcast auf Spotify durchstartest:

Content Marketing funktioniert – wenn es strategisch durchdacht, professionell umgesetzt und sauber gemessen wird.

Die besten Content-Marketing-Beispiele zeigen, was möglich ist: von Hornbach über HubSpot bis LinkedIn. Jetzt liegt es an dir, mit den passenden Content-Marketing-Maßnahmen echten Mehrwert zu schaffen – für deine potenziellen Kunden und deine Marke.

Wenn du mehr Informationen brauchst, oder dich unverbindlich über mögliche Strategien für dein Unternehmen unterhalten möchtest, helfen wir dir als Growth Marketing Agentur gerne weiter – melde dich einfach!

FAQs zu den erfolgreichen Content Marketing Beispielen

Was sind Content-Marketing-Beispiele genau?

Es sind reale, konkrete Umsetzungen von Unternehmen, bei denen Inhalte wie Blogartikel, Videos oder Podcasts strategisch eingesetzt wurden, um Marketingziele zu erreichen.

Welche Formate sind im Content Marketing am effektivsten?

Das hängt von der Zielgruppe ab. Im B2B-Content-Marketing funktionieren oft Whitepaper, Webinare und Blogartikel, im B2C eher TikTok, YouTube-Kanäle oder User-generated Content.

Was unterscheidet erfolgreiches Content Marketing?

Eine klare Content-Strategie, relevante Inhalte für jede Phase der Customer Journey, starke Distribution über soziale Medien und die konsequente Messung per KPI.

Wie trägt Content Marketing zur Leadgenerierung bei?

Durch gated Content auf Landingpages wie E-Books, Anmeldeformulare für Webinare oder Leitfäden, die gegen Kontaktdaten getauscht werden.

Welche Rolle spielt SEO bei Content Marketing?

Eine sehr große. Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass dein Content langfristig sichtbar ist – besonders wichtig im B2B-Online-Marketing.

Warum ist ein Redaktionsplan sinnvoll?

Ein Redaktionsplan hilft, regelmäßig zu publizieren, relevante Themen frühzeitig zu identifizieren und die Content-Erstellung strategisch zu planen.

Was ist der größte Fehler im Content Marketing?

Inhalte ohne Ziel, ohne Mehrwert und ohne saubere Strategie. Oder: Content zu erstellen, den man selbst gut findet – statt den, den potenzielle Kunden brauchen.

Wie kann ich mit Content Marketing starten?

Beginne mit einer Zielgruppenanalyse, wähle 2–3 passende Formate, entwickle eine Mini-Kampagne und messe von Anfang an deine Ergebnisse (z. B. mit Google Analytics).

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Interne Verlinkung – Wie wichtig sind interne Links 2026? https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/inbound-marketing/interne-verlinkung-2/ Mon, 15 Dec 2025 08:08:05 +0000 https://www.klixpert.io/?p=4580 Interne Links sind Hyperlinks, die innerhalb der selben Domain auf andere Seiten verlinken. Interne Verlinkungen sind maßgeblich für den Erfolg vieler Webseiten verantwortlich. Interne Links sind essenziell, vor allem je größer deine Webseite wird.

Aus Sicht der SEO optimization, im speziellem Onpage SEO, ist die interne Linkstruktur für das Google Ranking ein wichtiger Teilbereich. Die internen Links helfen Google, deine Seiten zu finden, zu indexieren und den Inhalt deiner Webseite zu verstehen. Eine strategische interne Linkstruktur kann die Page Authority (auch PageRank oder Linkjuice) auf wichtige Seiten weitergeben. Um es kurz zu sagen, interne Verlinkungen sind ein bedeutendes Thema, wenn du ein Top-3-Ranking auf Google, in einem umkämpften Markt, erreichen möchtest.

Interne Verlinkungen sind aber auch aus Nutzersicht eine der tragenden Säulen deines Erfolges. Je besser und natürlicher deine Webseite intern vernetzt ist, desto praktischer für deine Nutzer – die Verweildauer steigt, die Interaktionen auf deiner Webseite nehmen zu und der Nutzer gelangt zum gewünschten Ziel, dem Kauf deines Produktes oder der Anfrage deiner Dienstleistung. 

Du siehst: Eine strategisch optimierte interne Verlinkung deiner Webseite wirkt sich positiv auf das Google Ranking aus, bringt eine Umsatzsteigerung, mehr Leads und mehr Anfragen – unterm Strich mehr Geld. 

Wenn du die interne Linkstruktur für deine Webseite richtig aufbaust, können nahezu magische Erfolge entstehen. In diesem Beitrag klären wir die Basics und zeigen dir, wie eine interne Linkstruktur aufgebaut ist, wie es Profis angehen und was du beachten solltest, wenn du deine internen Verlinkungen setzt.

Update Dezember 2025 / 2026

Interne Verlinkung - Wie wichtig sind interne Links 2026?

In meiner täglichen Arbeit als SEO- und Inbound-Marketer beschäftige ich mich seit vielen Jahren intensiv mit interner Verlinkung. Auf der SEOkomm 2025 wurde für mich noch einmal klar bestätigt, welchen Hebel eine saubere interne Linkstruktur hat: In mehreren Cases – von klassischen Content-Seiten bis hin zu großen Plattformen – führten gezielte interne Optimierungen zu deutlich messbaren Traffic- und Sichtbarkeitsgewinnen.

Was ist ein interner Link?

Was sind interne Verlinkungen und Links?

Interne Links sind Hyperlinks, die auf Seiten verweisen, die auf derselben Domain liegen – im Gegensatz zu externen Links, die auf Webseiten mit einer anderen Domain verlinken.

Wie bereits erwähnt, helfen diese internen Links bei der Orientierung, und zwar für Nutzer und Suchmaschinen gleichermaßen. Sie führen praktisch Ihre Buyer Persona oder den Googlebot (Web Crawler) zu näheren Details, zu wichtigen Seiten mit neuen Erkenntnissen und Informationen, um schlussendlich dorthin zu gelangen, wo ein Kauf geschieht oder eine Anfrage gestellt wird.

Der interne Link ist immer mit einem Linktext (Ankertext, Anchor Text) verknüpft. Der Linktext ist der sichtbare Text eines Links. Dabei gelten einige grundlegende und SEO-technische Regeln, die bei Ankertexten befolgt werden sollten. Dazu aber später mehr.

Welche Arten von internen Links gibt es?

Interne Verlinkungen - Welche Arten von internen Links gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von internen Links auf einer Webseite, angefangen bei Links in der Meta-Navigation, in der Hauptnavigation (im Menü) und Links im Footer-Bereich. Weiters gibt es noch Breadcrumbs, Bild-Links und Textlinks (Content Links) und Linkbuilding Grundlagen. In diesem Beitrag zur internen Verlinkung legen wir den Fokus auf Textlinks.

Die Textlinks sind nämlich agil, es kommen ständig neue dazu und sie können stetig optimiert werden. Links im Menü oder Footer beispielsweise bleiben hingegen oft statisch, da sich die wichtigen Themen auf Ihrer Webseite kaum ändern.

Was sind Bread Crumbs?

Bread Crumbs (Kekskrümel) geben dem Nutzer eine schnelle Übersicht, wo genau er sich innerhalb der Navigationsstruktur der Webseite befindet und welcher natürliche Weg dorthin geführt hat. Richtig – wie bei Hänsel und Gretel. 

Bread Crumbs machen beispielsweise Sinn, wenn deine Webseite mehrere Unterkategorien zu einem Thema oder Produkt hat. Mit einem Klick kommt der Nutzer zurück zur Kategorie davor oder zur übergeordneten Hauptkategorie.

Am Beispiel von Adidas siehst du die Bread Crumbs von der Produkt-Detailseite zurück zu den Kategorien „Schuhe”,  „Frauen” und „Home”.

Was sind Breadcrumbs? Bread Crumbs (Brotkrümel) ein Teil der internen Verlinkung

Was sind die Vorteile einer starken internen Verlinkung?

Eine klare interne Linkstruktur unterstützt nicht nur SEO, sondern ist auch ein zentraler Bestandteil im Inbound Marketing, da sie Nutzer gezielt durch Inhalte führt und entlang der Customer Journey begleitet. Interne Links helfen Seitenbesuchern, sich leichter auf deiner Seite zurechtzufinden. Sie können besser navigieren. 

Links übergeben Link Juice (Link Power, Energie) von einer Seite auf die jeweils verlinkende Seite weiter. Wenn du also von einer stark frequentierten Seite auf eine weniger starke oder neue Seite verlinkst, gibst du diese Energie weiter. Die Folge kann ein besseres Ranking oder eine schnellere Indexierung sein.

Baust du eine interne Verlinkung richtig auf, erhältst du datenbezogene Resultate – eindeutig messbare Verbesserungen des Rankings für bestimmte Keywörter, die im Zuge der internen Verlinkung angepasst wurden.

Interne Links helfen Google, deine Seite leichter zu crawlen, eine schnellere Indexierung neuer Beiträge findet statt und du gibst deine Seitenstruktur vor. Das wiederum hilft deiner Seite dabei, besser zu ranken. Du zeigst Google so deinen gesamten Seiteninhalt und schließlich deine Kompetenz.

Neben SEO-relevanten Verbesserungen hilft die interne Verlinkung auch dabei, deine Conversion Rate zu verbessern. Ziel deiner Webseite sollte es sein, die Buyer Persona dort hinzuführen, wo sie einen Kauf tätigen oder Lead absetzen kann. Eine ausschlaggebende interne Verlinkung ist dabei der CTA Button (call to action) – der Aufruf zur Handlung.

Vorteile der internen Verlinkung - Verbesserung der conversion rate

Interne Verlinkung im Zeitalter von Helpful Content & E-E-A-T

Interne Verlinkung im Zeitalter von Helpful Content & E-E-A-T – Google bewertet Inhalte heute nicht mehr nur nach Keywords, sondern danach, wie hilfreich sie für echte Nutzer sind – und wie klar Expertise, Erfahrung und Vertrauen erkennbar werden (E-E-A-T).

Eine starke interne Linkstruktur unterstützt genau das:

  • Sie verbindet Ratgeber, Case Studies, Produktseiten und Autorenprofile zu einem konsistenten Themenuniversum.
  • Sie zeigt Google, wo deine inhaltlichen Schwerpunkte liegen und welche Seiten als „Hub“ für ein Thema dienen.
  • Sie stärkt den Trust, weil Nutzer auf einen Blick sehen, dass hinter einer Aussage Erfahrungsberichte, Studien oder erklärende Detailseiten stehen.

Wenn du über interne Verlinkung nachdenkst, solltest du deshalb nicht nur an SEO-KPIs wie PageRank denken, sondern immer fragen: „Hilft dieser Link dem Nutzer, das Thema besser zu verstehen – und stärkt er gleichzeitig unsere Rolle als Experte?“

Interner Page Rank – Linkjuice

Der PageRank zeigt dir, welche Seiten auf deiner Webseite die stärksten sind. Der PageRank Algorithmus gibt jeder Seite ein Gewicht (PageRank). Der PageRank ist umso höher, je mehr Seiten (mit möglichst hohem eigenen Gewicht) auf diese Seite verweisen. 

Google nutzt dabei das patentierte Reasonable Surfer Model. Dieser Surfer folgt bestimmten Links mit höherer Wahrscheinlichkeit als anderen. Die basiert darauf, ob der Link zum Thema relevant ist oder nicht. Entscheidend ist also: Hilft der interne Link dem Nutzer, sein Wissen weiter aufzubauen, und führt der interne Link ihn an das gewünschte Ziel? 

“Systems and methods consistent with the principles of the invention may provide a reasonable surfer model that indicates that when a surfer accesses a document with a set of links, the surfer will follow some of the links with higher probability than others. This reasonable surfer model reflects the fact that not all of the links associated with a document are equally likely to be followed. Examples of unlikely followed links may include „Terms of Service“ links, banner advertisements, and links unrelated to the document.” Quelle von Google Patents

Deshalb gibt der interne PageRank sein Gewicht (Link Juice, die Energie) weiter an die verweisenden Seiten, sofern er auf do-follow gesetzt ist. Diese Vorstellung ist ein relevanter Aspekt bei der Erstellung von internen Verlinkungen. Jede Seite hat daher nur einen bestimmten Anteil an Energie zur Verfügung, die weitergegeben werden kann. Je mehr Links auf der Seite gesetzt werden, desto weniger Link Juice erhält jeder einzelne Link.

Im internen PageRank Ihrer Webseite sollten also deine wichtigsten Seiten im vorderen Feld gelistet sein. Ist das nicht der Fall, weißt du, was zu tun ist.

Interner Page Rank – Linkjuice

Von Keywords zu Entitäten – semantische interne Verlinkung

Lange Zeit wurden interne Links fast ausschließlich rund um Keywords geplant: „Welches Wort hat Suchvolumen – und wohin verlinke ich es?“

Mit modernen Suchsystemen und semantischen Modellen hat sich der Fokus verschoben: Google sucht keine Wörter mehr, sondern Bedeutung. Statt nur „interne Verlinkung“ als Keyword zu sehen, denkt die Suchmaschine in Entitäten und Themenfeldern wie:

  • interne Linkstruktur
  • Informationsarchitektur
  • Content Cluster / Pillar Pages
  • Programmatic SEO
  • Crawlsteuerung und Sitemaps

Interne Links sind die Brücken zwischen diesen Entitäten. Sie zeigen Google, welche Inhalte zusammengehören und wie tief du ein Thema wirklich abdeckst.

Praktisch bedeutet das:

  • Verlinke nicht nur mit exakten Keywords, sondern auch mit semantisch verwandten Phrasen.
  • Baue Themen-Hubs auf, die alle wichtigen Unterthemen eines Clusters verknüpfen.
  • Nutze interne Links, um Bedeutungsräume sichtbar zu machen – nicht nur um einzelne Seiten zu pushen.

Anchor – Was ist ein Ankertext?

Kommen wir nun zum Thema Ankertext. Nochmals erklärt: Der Ankertext ist der sichtbare Text des Links und ein äußerst wichtiger Bestandteil, da der Ankertext Aufschluss über den Inhalt der verweisenden Seite geben sollte. Dabei kannst du bei der internen Verlinkung wichtige Keywörter verlinken, aber auch eine Varianz der Keywörter einbringen.

Anchor – Was ist ein Ankertext?

Der Ankertext sollte kein Satz oder gar Absatz sein. Verwende als Ankertext klare, logische und nutzerzentrierte Wörter und Phrasen. Zum Beispiel „Was ist SEO?” oder „Wie kann dein Unternehmen mit der OKR Methode neue Maßstäbe setzen?” 

Vermeide, „hier” oder „mehr lesen” alleine als Ankertext zu verlinken. Es sei denn, du möchtest mit „hier” und „mehr lesen” auf Google ranken.

Das wichtigste zu Ankertext zusammengefasst: 

  • Anker-Texte variieren
  • Niemals mit demselben Ankertext auf eine andere Seite verweisen.
  • Der Anker-Text sollte Aufschluss auf den Inhalt der Zielseite geben. 
  • Keine langen Sätze oder sogar Absätze als Ankertext verlinken.
  • Links sinnvoll verwenden (Wird klar von Google Developers kommuniziert.)
  • Über die Search Console kannst du Phrasen, Wörter, Keywords ausfindig machen, nach denen Nutzer gesucht haben, um auf die jeweilige Seite zu gelangen. 
  • Tools wie Semrush, ahrefs und Co. zeigen dir, welche Keywörter (auch Volumenkeywörter) für deine Seite ranken. Wichtig ist, dass du auch diese Keywörter immer wieder als Ankertext verwendest und damit auf die Zielseite verweist.
  • Ankerlinks mit Sprungmarken nutzen – Verlinke auf einen bestimmten Absatz auf der Seite, um den Nutzer genau zu der gewünschten Passage zu geleiten.

Ankerlinks mit Sprungmarken

Ankerlinks mit Sprungmarken sind Hyperlinks, die den Nutzer zu einem ganz bestimmten Absatz auf der jeweiligen Seite oder anderen Seite führen. Ein praktisches Beispiel wäre das Inhaltsverzeichnis auf dieser Seite. Wenn du im Inhaltsverzeichnis auf Ankerlinks mit Sprungmarken klickst, kommst du genau hier her. Du kannst es gerne versuchen: Klicke jetzt auf „Inhaltsverzeichnis” und dann auf „Ankerlinks mit Sprungmarken”.

Ankerlinks mit Sprungmarken können das Nutzererlebnis verbessern. Du kannst deine Buyer Persona noch genauer zu den gewünschten Inhalten führen. Google zeigt mittlerweile diese Anker in den SERPs an, um schnellstmöglich die Frage zu beantworten. Der Nachteil kann sein, dass Nutzer kürzer auf deiner Webseite verweilen, da sie sehr schnell das finden, wonach sie gesucht haben.

Wie funktioniert die interne Verlinkung?

Ein Link ist nur dann gut, wenn dieser von Nutzern auch geklickt wird. Daher sollten folgenden Punkte bei der Verlinkung berücksichtigt werden: 

  • Der Link sollte im Content natürlich eingebaut werden.
  • Der Link muss erkennbar sein, entweder farblich hervorgehoben und/oder unterstrichen.
  • Der Ankertext des Links sollte klar verdeutlichen, worum es auf der verlinkten Seite geht.
  • Die 1 bis 2 wichtigsten Links sollten am Anfang im ersten Absatz oder ersten Fold eingebaut werden.
  • Der Link sollte zum Kontext passen.

Diese Link-Strategie funktioniert aber nicht nur bei Wikipedia. Top News Seiten wie die sueddeutsche.de verweisen mit wichtigen Keywörtern auf ihre Themen-Seiten und integrieren einen Link zu ihren Autoren mit eigener Profilseite. Dies stärkt den Trust Faktor ihrer Seite und des Autors. Ein wichtiger Aspekt des letzten Google EAT Update.

Genauso wichtig ist die interne Verlinkung für Onlineshops, wie zum Beispiel Adidas oder Zalando. 

Der Nutzer sollte durch den Inhalt geführt werden. Gibt es eine Passage, die nähere Details zu einem Thema verlangen, wird auf die nächste Seite verlinkt, mit mehr Tiefe. Der Nutzer bleibt im Fokus, Klicks werden generiert, die Verweildauer nimmt zu. 

Themencluster oder Content Cluster bilden eine starke, übersichtliche Struktur und sind ein wichtiger Baustein im Inbound Marketing. Sie vermitteln Know-How und führen deinen Nutzer, die Buyer Persona zum gewünschten Ergebnis. Diese Themencluster werden durch passende interne Verlinkungen verwebt. Dabei können auch unterschiedliche Themencluster miteinander verlinkt werden.

Interne Verlinkung durch Content Cluster – Fallbeispiel 

Hier zeige ich dir ein Beispiel für interne Verlinkungen eines Content-Clusters beim Reiseunternehmen Christophorus Reisen, einer unserer Kunden. 

Das Ziel sind Buchungen für einen Sardinien-Urlaub. Dabei haben wir uns Gedanken gemacht, was neben dem Hotel und der Reisezeit die relevanten Themen für den Nutzer sind. Im Fall Sardinien sind dies die Strände und Städte. Diese Seiten unterteilen sich dann nochmals in die einzelnen Strände auf Sardinien, die man unbedingt gesehen haben sollte und die Städte Sardiniens, die es zu erkunden gibt. 

Interne Verlinkungen durch Content Cluster - Fallbeispiel Sardinien

Die Grafik von unten nach oben erklärt: 

Eine Person aus Deutschland oder Österreich hat einen Traumstrand mit Namen “Cala Luna” gesehen und sucht bei Google “Cala Luna Traumstrand” -> mach selbst den Test! 

In den Top-Resultaten erscheint ein Beitrag von Christophorus Reisen. Diesen Beitrag klickt die Person an. In den ersten Absätzen gelangt sie nun über Textlinks mit klarem Ankertext auf die Übersichtseite zu allen Stränden Sardiniens, oder auf die Sardinien-Urlaubsseite mit den Top-Angeboten. Weiters bieten wir einen CTA-Button an, für mehr Informationen zum Sardinien Urlaub.

Wo platziere ich interne Links?

Die Platzierung interner Links sollte immer Sinn ergeben. Wie im obigen Beispiel macht es Sinn, von einem Informations-Beitrag auf die nächsthöhere Seite zu verweisen – und dies möglichst am Anfang der Seite. 

Die ersten beiden Links einer Seite sind die wichtigsten und bekommen das größte Gewicht laut PageRank übertragen.

Damit du die Nutzerfreundlichkeit erhöhst, verlinkst du relevante Themen und Seiten mit den richtigen Ankertexten. Versuche dabei, den Link zu setzen, wenn das jeweilige Thema das erste Mal auf der Seite erwähnt wird.

Nutze auch die Macht der CTA-Buttons, um deine Nutzer zum Handeln aufzufordern. Deine CTR (click through rate) wird sich erhöhen. Ein Tipp: Schließe jeden deiner Beiträge und Artikel mit einem CTA-Button ab. Gib dem Nutzer am Ende der Seite die Möglichkeit zum Handeln.

Berücksichtigt man diese Punkte und sieht man sich funktionierende Beispiele an, erkennt man, wie praktisch und nutzerfreundlich diese internen Verlinkungen aufgebaut sind. Aber wie kannst du dies nun für deine eigene Webseite nutzen und umsetzen? 

Wie optimieren wir die interne Verlinkung einer Webseite?

Wir nehmen an, wir haben ein bestimmtes Thema wie interne Verlinkung, zu dem wir einen Beitrag verfassen. Dieser Beitrag behandelt alle Themen zu interner Verlinkung. Es gibt aber nun Bereiche wie z. B. Backlinks, die noch mehr Details benötigen, aber auf dieser Seite den Rahmen sprengen würden.

Zudem ist „Backlinks“ ein Begriff (Keyword oder Keywordphrase) mit hohem Suchvolumen, zu dem man daher mit einem eigenen Beitrag in die Tiefe gehen kann. So entstehen Content Cluster. D. h. mit unserem Beitrag zu interner Verlinkung haben wir mit dem Beitrag zu Backlinks schon einen internen Link, auf den wir hin- und auch zurückverweisen.

Nachdem der Beitrag interne Verlinkung live ist, solltest du unbedingt von anderen Beiträgen, die in diesem Content Cluster relevant sind oder thematisch dazu passen, verweisen. D.h. du gehst in die jeweilige Blog-Kategorie und setzt von anderen relevanten Beiträgen einen Link auf den neuen Beitrag zur internen Verlinkung. Beachte dabei die Ankertexte und Varianz. 

Vorteil: schnellere Indexierung, mehr Kompetenz zum Thema, praktisch für Nutzer und Google.

Optimierung – interne Verlinkung aus bestehenden Beiträgen

Wenn du eine Seite mit hunderten oder tausenden Blog-Beiträgen hast, bietet sich folgende Suche an, um schnellstmöglich die Top-Beiträge zu deinem Beitragsthema zu finden. Geh auf die Google Seite und gib folgendes in das Suchfeld ein: 

site:www.domain.de “Keyword zum Beitragsthema”

Google sucht dir alle Beiträge und Seiten auf deiner Webseite, nach Ranking geordnet, die genau die Phrase “Keyword zum Beitragsthema” enthalten. So kannst du dir die ersten 10 bis 20 Resultate vornehmen und deinen internen Link einbauen. 

Das Tolle ist: Du verweist von Seiten, die vermutlich bereits ein gutes Ranking, hohen PageRank haben.

Interne Verlinkung mit Vektor-Embeddings & AI

Vector embeddings in der internen Verlinkung

Je größer eine Webseite wird, desto schwieriger wird es, alle sinnvollen internen Links manuell zu setzen. Genau hier kommen Vektor-Embeddings ins Spiel.

Vereinfacht gesagt wird jeder Inhalt (Seite, Absatz, H2-Block) in einen Vektor im semantischen Raum übersetzt. Inhalte, die inhaltlich stark zusammengehören, liegen im selben „Cluster“ – auch dann, wenn sie nicht exakt dieselben Keywords verwenden.

Ein typischer Workflow:

  1. Inhalte crawlen und als Embeddings speichern.
  2. Für einen neuen Beitrag die semantisch nächsten Inhalte automatisch vorschlagen lassen.
  3. Aus diesen Vorschlägen gezielt interne Links setzen (z. B. „Mehr dazu in unserem Guide zu …“).

So findest du auch ältere Beiträge, die perfekt zum neuen Content passen – und baust ein internes Netz auf, das viel näher am tatsächlichen Nutzerbedürfnis liegt als reine Keyword-Verlinkung.

Für große Blogs, Magazine oder Shops ist das der nächste logische Schritt: Interne Verlinkung wird von einem manuellen SEO-Task zu einem datengetriebenen, AI-unterstützten Prozess.

Interne Linkstruktur von Wikipedia – das Paradebeispiel für interne Verlinkung

Wie dir vermutlich selbst schon aufgefallen ist, erscheint bei fast jeder zweiten oder dritten Suchanfrage ein Top-Ergebnis von wikipedia.org. Das ist kein Zufall! Die Enzyklopädie bietet teils sehr guten Content, keine Werbung und verlinkt jedes Keyword, für das es einen Eintrag gibt, ohne Ausnahme. Die interne Verlinkung von Wikipedia ist ein Meisterwerk. 

Aus heutiger SEO Sicht ist diese Form der internen Verlinkung äußerst effektiv. Aber viel mehr noch: Sie ist unglaublich nutzerorientiert und praktisch. Will man über einen bestimmten Begriff mehr erfahren, ist die Seite verlinkt. Durch diese Struktur kann der Nutzer ein unglaubliches Wissen zu Themen aufbauen und in die Tiefe gelangen. 

Da auch Google stets bestrebt ist, nutzerorientierte Resultate vorzuschlagen, ergibt sich mit der Link-Struktur Wikipedias eine Symbiose.

Interne Verlinkung – wie behalte ich die Übersicht? 

Damit du bei der internen Verlinkung die Übersicht behältst, raten wir dir, die Arbeit in einer Excel-Tabelle festzuhalten. Besonders auch bei der Erstellung der internen Links Strategie hilft dir diese Tabelle, einen ersten Überblick zu erhalten. 

Du siehst, welche Themen bereits existieren, welche fehlen und welche du im Zuge der Optimierung ergänzen wirst. Notiere dabei deine Ankertexte und darauf verweisende Seiten, vor allem auch, wenn du Anpassungen vornimmst. So behält dein gesamtes Team den Überblick und der Einstieg für Neuzugänge wird somit erleichtert.

Auch eine Mindmap kann hilfreich sein, um die interne Linkstruktur bei Themen-Cluster darzustellen.

Tabelle - Interne Verlinkung – wie behalte ich die Übersicht? 

Interne vs. externe Links vs. Backlinks

Wie du nun bereits weißt, befinden sich interne Links auf derselben Domain, verbessern deine interne Vernetzung der Seiten und haben eine positive Auswirkung auf SEO-Rankings und Nutzerfreundlichkeit. 

Inwieweit deine Webseite auch von externen Links und Backlinks profitieren kann, sehen wir uns jetzt im Schnelldurchlauf an.

Externe Links von deiner Domain

Externe Links sind Hyperlinks, die von deiner Webseite auf eine andere Domain verweisen. Das klingt jetzt aufs Erste kontraintuitiv, seine Nutzer von der eigenen Seite weg auf eine andere Domain zu lotsen. Die richtigen externen Links haben aber einige Vorteile: 

  • Externe Links verbessern deinen Trust (E.A.T. updates)
    Wenn du auf andere kompetente und starke Webseiten verweist, stärkt dies die Glaubwürdigkeit deiner eigenen Webseite. Du musst nicht unbedingt auf deine unmittelbare Konkurrenz verweisen, aber wieso nicht?
  • Externe Links verbessern dein SEO
    Die externen Links können den Suchmaschinen dabei helfen, die Qualität und Nutzerfreundlichkeit deiner Webseite zu bestimmen. „Denn hochwertige Webseiten verweisen nun mal nur auf andere hochwertige Webseiten.” Denk über diesen Satz genau nach. Ein weiterer Satz, den wir oft von Paul Dollinger hören, lautet: „Zeige mir, auf wen du verweist, und ich sage dir, wer du bist.”
  • Externe Links sind ein einfacher Weg, sein Netzwerk aufzubauen
    Gleich gute oder sogar bessere Webseiten wie deine wissen sehr schnell genau, dass du auf deren Webseite einen Link gesetzt haben. Die Chance besteht, dass sie Ihnen einen Backlink zurückschenken. Eine Hand wäscht bekanntlich die andere.
  • Externe Links bieten deinen Lesern mehr Wert
    Durch diese Links bietest du deinen Lesern weitere Gelegenheiten, sich weiterzubilden, ohne dass du dabei deinen Content duplizierst (duplicate content). Nehmen wir das Beispiel, auf Studien zu verweisen: Dies untermauert deine Aussagen und bietet einen Mehrwert, oder nicht?

Als Tipp, lass den externen Link in einem neuen Tab oder neuen Fenster öffnen, dann bleibt der Nutzer trotzdem auf deiner Seite und kommt schneller zurück.

Backlinks auf deine Domain

Backlinks von anderen Domains auf deine Webseite sind essenziell, um an der Spitze von Google zu ranken, ganz besonders in einem umkämpften Markt. Dabei ist es äußerst wichtig, Backlinks von Domains mit einem guten Trust bzw. hohen Authority Score zu bekommen. 

Ein gutes Beispiel wäre ein Link von einer Zeitung. Eine Zeitung hat meistens einen hohen Authority Score und Trust. Täglich werden neue Artikel veröffentlicht und viele hunderttausend Menschen befinden sich auf den Seiten.

Versuch, Backlinks von für dich themenrelevanten Seiten zu bekommen. Die Links sollten im besten Fall auf do-follow gesetzt sein. do-follow sagt dem Googlebot, folge dem Link auf diese Seite, dort findest du weitere Kompetenz. Der Link Juice wird an deine Seite weitergeben – bei no-follow wird zwar die Link-Power nicht weitergeben, aber bei vielen Klicks nimmt Google dies dennoch als positives Signal wahr.

Pass auf, möglichst keine Backlinks von toxischen Seiten zu erhalten und führe regelmäßig ein Backlink Audit durch. Software-Anbieter wie Semrush und ahrefs leisten hierzu eine tolle Arbeit.

Zusammenfassung interne Verlinkung 

Was solltest du bei internen Verlinkungen beachten?

  • als Ankertext Haupt-Keywörter oder Phrasen verwenden, die von Nutzern gesucht werden (Aufschluss bringt die Search Console) und ein gutes Suchvolumen haben 
  • Links bzw. Ankertext deutlich erkennbar darstellen – unterstreichen, fett und/oder farblich hervorheben
  • interne Links immer auf dofollow setzen
  • immer wieder Broken Links überprüfen
  • related Posts nutzen, sowie neue Beiträge auf der Startseite und Landingpages integrieren
  • von Anfang an die interne Linkstruktur aufzeichnen (Excel)
  • immer aus Sicht des Nutzers denken -> macht die Verlinkung für den Nutzer Sinn?

Was solltest du unbedingt vermeiden? 

  • Link-Texte (Ankertexte) mit “hier klicken” oder “mehr erfahren” vermeiden
  • mit demselben Link-Text auf unterschiedliche Seite verlinken. Das verwirrt Google, Crawler und Nutzer.
  • zu viele Seiten im Menü verlinken, anstatt unwichtige Seiten zu entfernen
  • nicht einfach willkürliche Links setzen -> Linkstruktur beachten, erarbeiten und erweitern
  • Plugins, die automatische Links setzen, vermeiden
  • Setz nicht mehr als 100 Links pro Seite, denk an den Link Juice

Interne Verlinkung wirkt über SEO hinaus – bis in GEO & KI-Suche

Suchmaschinen wie Google, aber auch KI-Systeme (AIO, Chatbots, Answer Engines) greifen auf dieselbe Basis zu: strukturierte Inhalte und klar verknüpfte Themen.

Je besser dein Content intern vernetzt ist, desto höher ist die Chance, dass deine Seiten nicht nur in den klassischen SERPs ranken, sondern auch als Quelle in KI-Antworten auftauchen. Interne Verlinkung ist damit ein Baustein von GEO (Generative Engine Optimization):

  • Themen klar clustern
  • Expertenseiten sichtbar machen
  • Signale für E-E-A-T aussenden

Das Ziel bleibt gleich: Nutzer schnell und zuverlässig zum besten Inhalt zu führen – egal, ob sie über einen blauen Link, eine AI-Summary oder einen Chatbot einsteigen.

Fazit 

Die interne Verlinkung ist für ein Top Google Ranking ausschlaggebend, aber gleichzeitig auch nur ein Teilbereich – besonders in einem umkämpften Markt. Die Komplexität der internen Verlinkung ergibt sich aus vielen Einzelteile, die bei richtiger Umsetzung tolle Ergebnisse für deine Webseite, Nutzer und Unternehmen erzielen wird.

Interne Verlinkung ist damit nicht nur ein Rankingfaktor, sondern ein strategisches Element im Inbound Marketing, weil sie Nutzer vom ersten Informationsbedürfnis bis zur Conversion begleitet.

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9 Trends im Content Marketing für 2026 – Wo geht die Reise hin? https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/content-marketing/trends-content-marketing/ Tue, 09 Dec 2025 08:47:32 +0000 https://www.klixpert.io/?p=8720 Content Marketing ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Bausteine im digitalen Marketing geworden. Doch gerade jetzt – im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, veränderten Algorithmen und rasant wachsender Content-Produktion – verändert sich das Spielfeld erneut. Was gestern funktionierte, reicht heute oft nicht mehr aus.

Der Druck auf Marketer, mit den neuesten Trends Schritt zu halten, steigt. Plattformen wie TikTok, LinkedIn oder neue KI-Tools verändern nicht nur den Kanal-Mix, sondern auch die Erwartungen an Inhalte: Sie sollen interaktiv, visuell, schnell erfassbar und dennoch tiefgehend sein.

In diesem Beitrag werfen wir einen strukturierten Blick auf die wichtigsten Trends im Content Marketing – und wie du sie in eine zukunftsfähige Content-Strategie integrierst.

1. Künstliche Intelligenz revolutioniert die Content-Erstellung

Der Einsatz von KI in der Content-Erstellung verändert das Spiel grundlegend. Tools wie ChatGPT, Jasper oder Neuroflash schreiben nicht nur Texte, sie helfen auch beim Strukturieren, Optimieren und Individualisieren von Inhalten.

Doch die wichtigste Erkenntnis: KI ersetzt keine Strategie. Gute Inhalte benötigen nach wie vor menschliche Kreativität, Storytelling und ein tiefes Verständnis der Zielgruppe. Nur so entsteht hochwertiger Content, der sich vom generischen Einheitsbrei abhebt.

Besonders wirkungsvoll wird KI dann, wenn sie genutzt wird, um personalisierten Content entlang der Customer Journey bereitzustellen – etwa über intelligente Landingpages, personalisierte Empfehlungen oder E-Mail-Kampagnen. Hier wird KI nicht zum Ersatz, sondern zum Wachstumsbeschleuniger.

2. Kurzvideos und Video-Content boomen – besonders auf Social Media

Video-Content zählt seit den letzten Jahren zu den bevorzugten Medienformaten – und seine Relevanz wächst weiter. Plattformen wie TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts oder auch LinkedIn setzen massiv auf kurze, snackable Inhalte.

Warum das funktioniert? Weil sie perfekt auf das veränderte Nutzerverhalten abgestimmt sind: kurz, emotional, unterhaltsam. Sie sind ideal geeignet, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, eine Markenbotschaft visuell zu transportieren und zum Teilen anzuregen – besonders in sozialen Medien.

Für Unternehmen ist das die Chance, mit kreativen Videoinhalten, Livestreams oder Behind-the-Scenes-Momenten sichtbar zu werden – vor allem auf den richtigen Social-Media-Plattformen.

3. User-Generated Content & Micro-Influencer stärken Vertrauen

In einer Welt voller Werbung zählen authentische Stimmen mehr denn je. Deshalb erleben sowohl User-Generated Content (UGC) als auch Micro-Influencer einen massiven Aufschwung – nicht nur im E-Commerce, sondern auch im B2B-Kontext.

Influencer Marketing entwickelt sich weiter: Weg von Hochglanz-Content, hin zu authentischen Erfahrungsberichten und Community-Engagement. Besonders in sozialen Netzwerken wie Instagram oder TikTok zahlt sich das aus – in Form von Vertrauen, Reichweite und mehr Konversion.

Marken, die auf UGC setzen, profitieren doppelt: Sie senken die Produktionskosten und steigern gleichzeitig ihre Glaubwürdigkeit. Besonders effektiv ist die Kombination mit Gamification – etwa in Challenges, Mitmachaktionen oder Social Campaigns.

4. Interaktive Inhalte steigern Engagement und Conversion Rates

Die Ära des statischen Contents ist vorbei. Wer in Content-Marketing-Kampagnen investiert, sollte auf interaktive Formate setzen: Rechner, Umfragen, Quizze oder konfigurierbare Tools fördern die aktive Beteiligung und verbessern die Conversion Rates.

Personalisierte Inhalte schaffen zusätzlich Relevanz – sei es im Self-Service, in der Customer Journey oder im B2B-Funnel. Besonders erfolgreich sind interaktive Infografiken, die komplexe Themen visuell und intuitiv erfahrbar machen.

Hier zeigt sich deutlich: Hochwertige Inhalte entstehen nicht nur durch Text – sondern durch Content-Erlebnisse, die den Nutzer aktiv einbinden.

5. Augmented Reality & Sprachassistenten prägen neue Content-Erlebnisse

Augmented Reality (AR) und Voice Search sind längst mehr als Buzzwords – sie eröffnen neue Dimensionen für Content Marketing. Mit AR können Produkte und Services digital erlebbar gemacht werden – etwa über Apps oder dynamische Webkomponenten.

Gleichzeitig wird durch Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant der Content zunehmend dialogisch. Das hat massive Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO): Inhalte müssen konversationsfähig, strukturiert und „voice-friendly“ sein.

Content-Formate, die auf Fragen basieren und direkt Lösungen liefern, werden dabei immer wichtiger – auch in Kombination mit Conversational Interfaces wie Chatbots.

6. Datenschutz & datengetriebene Inhalte – keine Option, sondern Pflicht

Die Balance zwischen personalisierter Kommunikation und Datenschutzrichtlinie ist eine der größten Herausforderungen im digitalen Marketing. Mit dem Wegfall von Third-Party-Cookies rückt der Fokus auf First-Party-Daten und eigene Systeme wie CRM, Google Analytics oder Chatbots.

Entscheidend wird sein: Transparenz, Vertrauen und Mehrwert. Wer Daten sammelt, muss sie auch sinnvoll einsetzen – etwa durch personalisierte Content-Ausspielung, zielgerichtete Retargeting-Kampagnen oder Lead-Nurturing über automatisierte E-Mail-Strecken.

Das Ziel: Content Marketing, das nicht nur relevant ist – sondern auch rechtssicher.

7. Content Marketing wird Teil eines größeren Ganzen

Content-Marketing-Strategie, SEO, Social Media Advertising, Paid Media, PR – erfolgreiche Marken denken längst ganzheitlich. Inhalte dürfen nicht isoliert entstehen, sondern müssen in ein durchdachtes Marketing-Ökosystem eingebettet sein.

Dabei ist entscheidend: Die Inhalte müssen zielgerichtet, datenbasiert und plattformgerecht aufbereitet sein. Tools wie HubSpot oder Google Analytics ermöglichen hier eine klare Erfolgskontrolle – anhand definierter KPIs und entlang der kompletten Customer Journey.

Content-Strategie heißt heute: Orchestrieren, messen, optimieren.

8. LinkedIn wird zur Bühne für B2B-Content

LinkedIn ist die zentrale Plattform für B2B-Marketer, wenn es um Reichweite, Leadgenerierung und Thought Leadership geht. Die Inhalte müssen dabei weit über das klassische Recruiting hinausgehen.

Formate wie Podcasts, Whitepaper, Infografiken, Fachartikel oder gut strukturierte Social-Media-Posts sorgen dafür, dass Expertise sichtbar wird – und Vertrauen entsteht. Gerade im B2B-Content-Marketing spielt LinkedIn eine größere Rolle als je zuvor.

Wer als Marke gezielt mit Entscheider in Dialog tritt, gewinnt heute schon das Vertrauen von morgen.

9. Chatbots & Conversational Interfaces verändern Content Distribution

Der Trend zum Conversational Marketing zeigt deutlich: Chatbots sind mehr als digitale Assistenten. Sie sind neue Touchpoints in der Content-Distribution. Ob als FAQ-Bot, Content-Empfehlungssystem oder Lead-Qualifizierer – sie liefern in Echtzeit den passenden Content.

In Verbindung mit KI-Tools wie ChatGPT entstehen dynamische Systeme, die Inhalte in Sekunden abrufen, anpassen und ausspielen können. Das verändert nicht nur die Content-Produktion, sondern auch das Nutzererlebnis radikal.

Content Marketing 2025: datenbasiert, interaktiv, menschlich

In einer Welt, in der Inhalte im Überfluss vorhanden sind, zählt nicht die Masse, sondern die Relevanz. Die größten Content-Marketing-Trends zeigen klar: Wer hochwertige Inhalte bietet, die den Nerv der Zeit treffen, wird sich durchsetzen.

  • KI und Personalisierung treiben Effizienz und Relevanz.
  • Video und UGC schaffen Nähe und Glaubwürdigkeit.
  • Interaktive und dialogische Inhalte fördern Engagement.
  • Datenschutzkonformes Tracking wird zum Standard.
  • Und: Eine integrierte Content-Strategie verbindet alles zu einem funktionierenden Ganzen.

Content Marketing Trends 2025 aus Sicht einer Content Marketing Experten

Content Marketing bleibt aus einem einfachen Grund spannend: Das Internet, Soziale Medien von TikTok über Instagram, Reddit oder Plattformen wie Youtube erhalten von den Nutzern immer mehr Verweildauer. Youtube wird inzwischen schon mehr am TV konsumiert als über Mobile und Desktop. Das ist ein klares Signal.

Wenn wir in unseren Projekten die Channels und ihre Möglichkeiten vorstellen, ist unser Gegenüber oftmals erschlagen von den endlosen Möglichkeiten und den verschiedenen Formaten, die man theoretisch beherrschen sollte. Aber genau das ist der Trugschluss. 

Es gilt über die Definition der Buyer Personas / ICP herauszufinden, welche Medien und Channels wirklich relevant sind. Für welche Channels man dann wirklich Content produziert und in welchen Channels man nur Remarketing betreibt oder welche Channels man gar nicht erst bedient, ist die Herausforderung für digitalen Erfolg. 

Wenn auch du jetzt Lust auf Content Marketing hast, und dich mal mit einem Inbound Marketing Experten austauschen möchtest – nimm einfach unverbindlich Kontakt mit uns auf oder abonniere unseren Newsletter!

FAQs zu den 9 Trends im Content Marketing

Was sind die wichtigsten Content-Marketing-Trends aktuell?

Derzeit dominieren Themen wie Künstliche Intelligenz, Videoformate, User-Generated Content, interaktive Inhalte und personalisierter Content. Auch Micro-Influencer und KI-Tools zählen zu den wichtigsten Entwicklungen.

Welche Rolle spielt SEO im modernen Content Marketing?

Eine zentrale. Durch konversationelle Suchanfragen und neue Kanäle wie Sprachsuche oder Chatbots muss Suchmaschinenoptimierung heute semantisch, strukturiert und plattformübergreifend gedacht werden.

Welche Content-Formate sind 2024 besonders relevant?

Kurzvideos, Livestreams, Webinare, Podcasts, Whitepaper, Rechner-Tools und Social-Media-Kampagnen zählen zu den effektivsten Formaten.

Wie verändert sich das Nutzerverhalten durch KI und Conversational Interfaces?

Nutzer erwarten unmittelbare Antworten und intuitive Erlebnisse. Das verändert Content-Distribution und erhöht die Bedeutung von Chatbots und Sprachassistenten deutlich.

Wie wichtig ist personalisierter Content wirklich?

Enorm. Personalisierter Content, zugeschnitten auf Zielgruppen und Touchpoints, erhöht die Relevanz und zahlt direkt auf die Conversion Rate ein – bei gleichzeitig sinkender Absprungrate.

Welche Rolle spielen Social Media im Content Marketing?

Eine sehr große. Ob TikTok, LinkedIn oder Instagram – Social-Media-Plattformen sind heute essenziell, um Reichweite zu generieren, Interaktion zu fördern und influencer marketing zu aktivieren.

Was bedeutet Gamification im Content Marketing?

Der Einsatz spielerischer Elemente wie Quizze, Challenges oder Badges, um Inhalte interaktiver und unterhaltsamer zu gestalten – besonders erfolgreich bei jüngeren Zielgruppen.

Welche Plattform hat im B2B-Marketing aktuell den größten Hebel?

Ganz klar: LinkedIn. Die Plattform spielt im Content-Marketing-Mix eine zentrale Rolle – als Ort für Thought Leadership, Networking und direkte Leadgenerierung.

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OMX Recap: Was der Ötztaler Radmarathon mit den Online Marketing Expert Days zu tun hat – Storytelling, das ins Herz trifft https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/storytelling-omx/ Wed, 03 Dec 2025 15:17:29 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10857 Was haben 227 Kilometer LeidenSchaft, 5.500 Höhenmeter – also der Ötztaler Radmarathon – mit der OMX in Salzburg zu tun?

Wenn man Wolfgang Jung glaubt, haben die Ötztaler in ihrem Video in Sachen Storytelling alles richtig gemacht. Sein Vortrag „Warum dein Marketing niemanden berührt & wie du mit Storytelling Herz, Kopf und Kunden erreichst“ war für mich persönlich eines der absoluten Highlights der Konferenz.

Der Golden Circle und das fehlende „Warum“

Wolfgang holte uns direkt mit einem alten Bekannten ab, den wir bei KLIXPERT.io sehr schätzen: Dem „Golden Circle“ von Simon Sinek (Why, How, What). Es ist die Basis unserer Arbeit. Wenn ein neuer Kunde zu uns kommt, optimieren wir nicht sofort Kampagnen. Wir fragen: Warum seid ihr hier? Was sind eure Träume? Wir versuchen, auf der Startseite in 5 Sekunden das „Why“ klarzumachen.

Doch Wolfgang ging tiefer. Sein Credo: „Jede Erkenntnis beginnt bei den Sinnen.“ (Leonardo da Vinci).

Seid ihr echt? Oder nur gefiltert?

Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch den Tag in Salzburg: Authentizität.

Früher hätten wir alle genickt und gesagt: „Ja, klar sind wir echt.“

Heute? Eher weniger. Wir verstecken uns hinter Filtern, KI-Texten und polierten Fassaden. Wir täuschen Perfektion vor. Doch genau hier liegt die Chance: In einer Welt voller Masken sticht das echte Gesicht heraus.

Wolfgangs Appell war deutlich:

  • Zeigt euch verletzlich.
  • Zeigt nicht nur die Highlights, sondern auch die „Downlights“.
  • Erzählt von euren echten Herausforderungen.

Warum das funktioniert? Weil jeder Mensch Filter hat. Der eine hat Beziehungssorgen, der andere kämpft mit einer Kündigung oder schwebt im Liebeshoch.

Wenn wir nur mit Fakten kommen, prallen wir an diesen roten Filtern ab. „Geschichten schicken unser Gehirn auf Urlaub“, sagt Wolfgang. Wenn wir eine gute Story hören, vergessen wir kurz unsere Sorgen. Die Filter fallen. Je mehr Vertrauen wir aufbauen, desto durchlässiger werden diese Filter.

Wie Storytelling funktioniert: Ein Ausflug ins Ötztal

Wolfgang hat nicht nur theoretisiert, er hat es selbst bewiesen. Sein Vortrag war Storytelling vom Feinsten. Er hat uns seine Herausforderungen in den letzten Monaten gezeigt. Er hat uns Gänsehaut bereitet.

Zum Thema, wie man es macht, zeigte er uns den Imagefilm des Ötztaler Radmarathons. Laut ihm erfüllt dieses Video die höchsten Regeln des Storytellings. Und ja, ich saß im Publikum und war begeistert. Klar, ich kenne das legendäre Radrennen sehr gut, und war natürlich getouched.

Er gab uns einen konkreten Tipp: Erzähle Geschichten im Präsens! Das holt den Zuhörer ins Hier und Jetzt.

Wenn man das Video des Ötztaler Radmarathon betrachtet, hört es sich exakt so an:

Jahr Millionen schon stehe ich hier.
Meine Falten sind eure Täler.
Und auf meinem Rücken baut ihr eure Straßen.
Durch mein Herz grabt ihr tiefe Tunnel.
Wie aus dem nichts seid ihr gekommen und habt die Welt erobert.
Doch euer Ruhm ist kurz.
Ich werde noch da sein, wenn ihr längst nicht mehr seid.

Das ist Storytelling. Es geht nicht um die Kilometer (Fakt). Es geht um den Kampf gegen sich selbst (Emotion).

Die 4-Schritte-Formel statt Heldenreise-Epos

Wir müssen keine 12 Stationen der Heldenreise nach Joseph Campbell abarbeiten. Wolfgang Jung bricht es für uns Marketer auf eine simple 4-Schritte-Formel runter:

  1. Der Protagonist (Der Held/Kunde)
  2. Sein Problem (Der Schmerz)
  3. Sein Ziel (Der Traum)
  4. Deine Lösung (Die Brücke)

Und das Wichtigste in Wolfgangs Worten: H2H statt B2B. Am Ende machen wir Geschäfte von Mensch zu Mensch (Human to Human).

Mein Takeaway für KLIXPERT: Gänsehaut als KPI?

Wolfgang Jung hat nicht nur über Emotionen gesprochen, er hat sie gelebt. Indem er seine eigene Geschichte und gesundheitlichen Herausforderungen teilte, hat er sich verletzlich gezeigt – und den ganzen Saal berührt.

Für mich war das ein echter Denkzettel. Bei KLIXPERT.io sind wir stark in Daten und Fakten. Gerade in unseren B2B-Projekten für Healthcare & Medtech geht es oft um Antikörper, Regulatorien und komplexe Therapien. Wir machen das gut, wir erklären hilfreich und ziehen tausende Leser an. Aber berühren wir das Herz?

Ich musste sofort an unsere Kampagne mit Bányai Augenheilkunde denken. Wir haben Nico Auer von Antenne 1 begleitet. Das Video, in dem er am Morgen nach der Augenlaser-OP vor dem Spiegel steht und zum ersten Mal seine Augenklappen abnimmt, ist purer Gänsehaut-Content. Sein ungläubiges „Wow… Wow, ich kann mich ohne Brille erkennen!“ – das kannst du nicht scripten. Das ist echt.

Genau da wollen wir hin. Auch im B2B. Denn hinter dem Forscher, der über eine neue Therapie entscheidet, steckt ein Mensch, der Leben retten will. Hinter der Praxismanagerin der Augenlaserpraxis steckt jemand, der Sicherheit sucht. Natürlich ist die Diskussion über Budget und Zeit (Pareto 80/20) immer da. Ein emotionales High-End-Video schüttelt man nicht aus dem Ärmel. Aber Wolfgang hat mir gezeigt: Ein Invest in emotionales Branding kann der Growth Hack sein, den wir alle suchen.

Lies dazu auch gerne den Artikel zu Social Media Strategie mit OMX Insights.

Fazit

Sei authentisch und einzigartig! Und vor allem: Machen! Träumen allein reicht nicht, man muss in die Umsetzung kommen. Ich nehme aus Salzburg mit: Wir werden bei KLIXPERT weiterhin am „Why“ arbeiten, aber wir werden mutiger darin sein, Emotionen zu zeigen. Auch, wenn es um Medizintechnik geht. Vielleicht gerade dann.

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OMX Recap 2025: Wie du mit dem „Podcast-First“-Prinzip aus 1 Stunde Aufnahme 10 Kanäle bespielst  https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/omx-recap-2025-podcast-first-prinzip/ Wed, 03 Dec 2025 15:06:28 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10890 Wir alle kennen das „Content-Hamsterrad“. Instagram braucht Reels, der Blog braucht SEO-Texte, LinkedIn braucht Thought Leadership, und der Newsletter muss auch noch raus.

Eva Waldenberger (We Pod It) hat auf den Online Expert Days den Ausweg gezeigt: Hör auf, für jeden Kanal einzeln zu produzieren. Baue eine Content-Maschine mit dem Podcast als Herzstück.

Viele Unternehmen sehen Podcasts nur als „noch ein Format“, für das sie keine Zeit haben. Das ist ein fataler Denkfehler. Ein Podcast ist kein Zusatz-Aufwand, sondern dein zentraler Content-Hub.

Eva Waldenberger nennt es das „Podcast-First-Prinzip“: Du investierst einmal Energie (die Aufnahme) und erntest Material für das gesamte Marketing-Ökosystem.

Hier ist der detaillierte Blueprint, wie aus einer einzigen Audio-Datei eine 360-Grad-Kampagne wird.

1. Warum Audio das Fundament ist

Bevor wir in die Technik gehen, kurz zur Strategie: Podcasts wachsen rasant – mittlerweile hören 43 % der Österreicher regelmäßig Audio-Formate, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 67 %.

Doch es geht nicht nur um Reichweite, sondern um Tiefe. Für viele Entscheider ist der Podcast mittlerweile die Wissensquelle Nummer 1.

Der entscheidende Vorteil gegenüber Text ist die Authentizität: Eine Stimme transportiert Emotionen, Nuancen und Persönlichkeit viel direkter als jeder geschriebene Artikel. Doch der wahre Business-Case liegt in der Effizienz der Weiterverarbeitung.

2. Der Workflow: Wie aus 1 Stunde Aufnahme 10 Assets werden

Eva Waldenberger hat den Prozess entschlüsselt. Anstatt zehnmal neu anzusetzen, nutzt du die „Podcast-First“-Kette. Hier sind die 10 Assets, die du aus einer einzigen Aufnahme generierst:

  1. Der Podcast (Audio-Basis): Das Herzstück. Deine Audio-Datei geht an Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. Hier baust du die tiefe Bindung auf.
  2. Der Videocast (YouTube): Der simpelste Hack: Lass einfach eine Kamera oder dein Smartphone mitlaufen. Du musst nicht aussehen wie ein TV-Studio – Authentizität gewinnt. So entsteht ohne Mehraufwand eine Video-Folge für YouTube, die auch in der Google-Suche rankt.
  3. Short-Clips (Social Media): Schneide aus dem Videomaterial die drei stärksten Kernaussagen in das 9:16-Format. Das sind deine fertigen Clips für TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts.
  4. SEO-Blogartikel: Parallel dazu arbeitet die KI. Das Transkript deiner Folge ist die perfekte Basis für einen suchmaschinenoptimierten Blogartikel. Das bringt dir langfristig Traffic über Google – ganz ohne selbst tippen zu müssen.
  5. Fachartikel & PR: Nutze das Transkript weiter. Zitate und Inhalte lassen sich leicht in Fachartikel für Online-Magazine oder Pressemitteilungen umwandeln.
  6. LinkedIn-Beitrag: Pick dir eine kontroverse These aus dem Gespräch heraus und baue darum ein starkes Statement oder ein Carousel. Das positioniert dich als Vordenker (Thought Leader).
  7. Newsletter-Deep-Dive: Schicke keine leere „Neue Folge ist da“-Mail. Nutze die Inhalte für einen echten Mehrwert-Newsletter direkt im Postfach deiner Abonnenten.
  8. Zitat-Kacheln (Snackable Content): Verwandle starke One-Liner in grafische Kacheln. Das ist der perfekte „Lückenfüller“ für Feiertage oder zwischendurch.
  9. Ads & Snippets: Authentische Audio- oder Video-Ausschnitte performen als Ad-Creative oft besser als künstlich geskriptete Werbung. Nutze die „Best-of“-Momente für deine Paid-Kampagnen.
  10. Interne Kommunikation: Unterschätze nicht die Wirkung nach innen. Stärke die Unternehmenskultur, indem du Wissen und Updates aus dem Podcast auch mit deinem eigenen Team teilst.

3. Der Tool-Stack: Dein KI-Assistent

Du musst das nicht alles manuell machen. Eva empfiehlt einen schlanken Tool-Stack, der als „Content-Maschine“ fungiert.

Für die Aufnahme in hoher Qualität (lokal aufgezeichnetes Audio und Video) eignet sich Riverside.

In der Bearbeitung revolutioniert Descript den Workflow: Du schneidest dein Audio nicht anhand von Wellenformen, sondern bearbeitest einfach das Text-Transkript – löschst du ein Wort im Text, verschwindet es auch im Audio.

Sollte die Aufnahmequalität einmal nicht perfekt sein, rettet der Adobe Podcast Enhancer selbst schlechten Handy-Ton auf Studio-Niveau.

Für das finale Recycling sorgt Castmagic, das dein Audio-File per KI automatisch in Shownotes, Tweets und LinkedIn-Beiträge verwandelt.

4. Die 5 häufigsten Fehler (Vermeide sie!)

Viele starten motiviert und hören nach Folge 3 auf. Damit du nicht in dieselben Fallen tappst, hat Eva Waldenberger die 5 größten Hürden identifiziert:

  1. Zu viel Theorie, zu wenig Praxis: Der größte Feind ist der Perfektionismus. Viele zerdenken Namen, Logos und Konzepte monatelang und starten nie. Die Devise lautet: „Done is better than perfect.“ Starte unperfekt, aber starte.
  2. Der falsche Raum (Akustik-Killer): Nimm niemals in einem modernen, hallenden Glaskasten oder leeren Konferenzraum auf. Das klingt unprofessionell. Ein kleiner, vollgestellter Raum mit Teppichen, Vorhängen oder Polstermöbeln liefert oft besseren Ton als ein teures Design-Büro.
  3. Falsche Host-Wahl (Energie vor Hierarchie): Oft will der CEO den Podcast moderieren, hat aber weder Zeit noch echte Lust. Eva sagt klar: Wähle den Host nach Energie, nicht nach dem Organigramm. Ein leidenschaftlicher Mitarbeiter reißt mehr mit als ein gestresster Chef.
  4. Technik über Ton stellen: Viele kaufen sofort teures Equipment, können es aber nicht bedienen. Merke: Ein 200 € Mikrofon reicht völlig, aber der Ton entsteht bei der Aufnahme. Keine Software der Welt kann eine völlig verkorkste Aufnahme retten.
  5. Auf Content vergessen (Distribution): Der häufigste Fehler: Die Folge ist online, aber niemand weiß davon. Wenn du keine Zeit in die Distribution (siehe Punkt 2) steckst, war die Produktion umsonst. Ein Podcast muss aktiv vermarktet werden.

5. Fazit: Messbarer Impact statt Bauchgefühl

Ein Podcast ist kein Hobby, sondern ein Performance-Kanal. Durch die Multichannel-Distribution steigerst du deine Reichweite massiv. Er fungiert als Trust-Element im Funnel, generiert Leads und sorgt für einen spürbaren „Brand Lift“, indem er deinen Expertenstatus untermauert.

Hör auf, das Hamsterrad zu drehen. Bau dir eine Content-Maschine.

Bereit, deine Stimme zur Marke zu machen? Lass uns deine Content-Strategie skalieren. #letsgrowtogether

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OMX Recap 2025: Websites sind tot, Google lebt: 5 radikale Thesen für das Marketing 2026 https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/online-marketing/omx-recap-2025-radikale-thesen-fur-das-marketing-2026/ Wed, 03 Dec 2025 14:51:16 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10886 „Anfang 2025 dachten viele, die KI fährt gegen die Wand.“ Doch Philipp Klöckner hat auf den Online Expert Days klargestellt: Wir erleben gerade keine Stagnation, sondern die Ruhe vor dem nächsten Sturm. 

Während Deep-Think-Modelle günstiger werden und „Agents“ das Shopping übernehmen, müssen wir uns fragen: Brauchen wir in 10 Jahren überhaupt noch Websites? Hier sind die 5 Thesen für die Zukunft des Marketings.

Jede Technologie durchläuft den klassischen Gartner Hype Cycle. Nach dem Gipfel der überzogenen Erwartungen folgt unvermeidlich das „Tal der Enttäuschung“. Genau in diese Phase treten wir jetzt ein. 

Doch das ist keine schlechte Nachricht für dein Business, im Gegenteil: Es ist der notwendige Filter, der bloße Spielerei von echter wirtschaftlicher Wertschöpfung trennt.

Philipp Klöckner, Tech-Analyst und Host des Doppelgänger-Podcasts, lieferte fünf Thesen, die zeigen, dass die Disruption nicht abgesagt, sondern nur erwachsener geworden ist.

These 1: Apple – Der „Fast Follower“ übernimmt dein Ohr

Apple wird im KI-Rennen oft unterschätzt, weil sie bisher keine lauten Launches wie ChatGPT hingelegt haben. Doch das ist Teil ihrer DNA. Apple war nie der First Mover – weder beim MP3-Player, noch beim Smartphone oder Tablet. Sie waren immer der Fast Follower, der eine Technologie erst dann adaptiert, wenn sie perfektioniert ist.

Ihr strategisches Ass im Ärmel sind die AirPods. Die Logik ist simpel: Wer KI im Alltag wirklich nutzt, will nicht tippen, er will sprechen. Mit den AirPods besitzt Apple den exklusiven Zugang zu deinem Ohr und damit die Schnittstelle für die natürlichste Form der KI-Interaktion. 

Kombiniert mit dem Potenzial eines „Private AI Data Centers“ (da aus Datenschutzgründen alles kontrolliert werden muss), könnte Apple Sicherheit zum ultimativen USP in einer Welt voller Datenlecks machen.

These 2: Google – Wette nie gegen den Riesen

In den letzten Monaten wurde Google oft vorschnell abgeschrieben. „ChatGPT ist der Google-Killer“, hieß es in den Schlagzeilen. Doch diese Einschätzung ignoriert die fundamentale Machtstruktur des Internets. Kein Unternehmen der Welt ist besser auf das KI-Zeitalter vorbereitet als der Suchmaschinen-Gigant.

Der Grund dafür liegt in der Historie: Google hat bereits 2002 begonnen, mit Google Books das Wissen der Welt zu digitalisieren. Sie besitzen mit Search, Maps und YouTube den größten proprietären Datenschatz der Menschheitsgeschichte. 

Klöckner warnt vor dem „Nanobanana“-Effekt: Es braucht oft nur ein einziges, extrem gut integriertes Produktupdate im Google-Kosmos (Gemini), um Marktanteile massiv zu verschieben. Wer gegen Google wettet, wettet gegen die Infrastruktur des Internets.

These 3: The Agentic Web – Das Ende der Website?

Dies ist die wohl radikalste These für jeden Marketing-Entscheider: „In 10 Jahren ist eine Website das, was heute ein gedruckter Katalog ist.“

Wir bewegen uns weg vom klassischen Browsing hin zum Agentic Web. In Zukunft werden wir nicht mehr selbst stundenlang nach Produkten suchen. KI-Shopping-Agents – wie Amazon Rufus oder kommende OpenAI-Tools – werden das für uns erledigen. 

OpenAI plant bereits, einen Shopping Agent zu bauen, der ähnlich wie Amazon funktioniert. Die Konsequenz: Du gibst deinem Agenten nur noch das Ziel vor („Laufschuhe, 150 €“), und er kauft autonom. Wenn primär Maschinen deine Seite besuchen, wird „User Experience“ zweitrangig. Deine Website wandelt sich von einem Showroom zu einer reinen Datenbank für Bots.

These 4: Persuasive AI – Psychologie schlägt Targeting

Vergiss alles, was du über Zielgruppen-Targeting weißt. Die nächste Stufe der Werbung heißt Persuasive AI. KI-Modelle sind heute schon 21 % besser darin, die Meinung von Menschen zu verändern, als Menschen selbst. Je mehr Daten das Modell über dich hat, desto manipulativer wird es – die Überzeugungskraft steigt auf bis zu 80 %.

Das Szenario der Zukunft ist nicht mehr die plumpe Banner-Werbung. Stattdessen spielen Algorithmen dir organisch wirkenden Content zu, der dich unterbewusst beeinflusst und eine Kaufentscheidung herbeiführt, bevor du überhaupt weißt, dass du das Produkt willst. Das ist das Ende der klassischen Werbung und der Beginn der psychologischen Einflussnahme.

These 5: Amazon – Der totale Infrastruktur-Anbieter

Amazon wächst, aber sie brauchen riesige neue Märkte, um dieses Wachstum zu halten. Klöckner sieht Amazon in Zukunft nicht mehr nur als Händler, sondern als Komplettanbieter für Infrastruktur. Amazon sucht nach Märkten, die schlecht funktionieren und riesig sind. 

Die Antwort: ISP (Internet Service Provider) und TV. Mit Satelliten-Internet und dem Einstieg ins TV-Geschäft könnte Amazon die komplette Kette kontrollieren: Vom Internetzugang über das Fernsehprogramm bis hin zur individualisierten Werbung, die direkt zum Kauf führt. Hyperpersonalisierung auf einem neuen Level.

Fazit: Humanity’s Last Exam

Was bleibt also für uns Marketer, wenn KI besser textet, besser plant und Amazon die Infrastruktur besitzt? Klöckner nennt es „Humanity’s Last Exam“.

Der Begriff bezieht sich auf eine Initiative, die versucht hat, Fragen zu finden, die eine KI nicht lösen kann. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mit der Zeit löst die KI immer mehr dieser angeblich „unlösbaren“ Aufgaben. Aktuelle KI-Modelle erreichen in IQ-Tests Werte von über 145 – das ist Nobelpreisträger-Niveau.

Warum wir trotzdem gebraucht werden: Unser Gehirn funktioniert als „Mix of Experts“ – je nach Aufgabe wird ein anderer Teil beansprucht. Moderne KI-Architekturen kopieren dieses Prinzip, um effizienter zu werden (Deep Think). Doch genau hier liegt unsere letzte Bastion:

  1. Vom Antworten zum Fragen: Wenn die KI jede Antwort in Sekunden liefern kann, verliert die Antwort an Wert. Der Wert verschiebt sich zur Fähigkeit, die richtige Frage zu stellen.
  2. Strategie & Ethik: Die KI kann ausführen, aber wir müssen entscheiden, was ausgeführt werden soll. Wir werden von „Creators“ zu „Editors“ und „Orchestrators“.
  3. Human in the Loop: In einer Welt voller synthetischer Perfektion wird die menschliche Unvernunft, Intuition und Empathie zum Premium-Feature.

Wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang einer neuen Arbeitsteilung. Die „letzte Prüfung“ besteht darin, ob wir bereit sind, die Führung abzugeben und stattdessen die Richtung vorzugeben.

Bereit für die Zeit nach dem Hype? Lass uns deine Strategie so aufstellen, dass sie auch im „Agentic Web“ funktioniert. #letsgrowtogether

Dich interessiert das Thema KI im Jahr 2026 – dann lies auch KI im Social Media: Der Reality-Check in Zeiten von AI.

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OMX Recap 2025: Die meisten Social Media Manager sind Loser – Marco Gillys OMX-Roast https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/omx-recap-2025-social-media-strategie-roast/ Wed, 03 Dec 2025 14:45:29 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10884 Wir waren auf der OMX in Salzburg und sind mit einer schmerzhaften, aber absolut notwendigen Erkenntnis zurückgekommen: Wir – und damit meine ich die gesamte Marketing-Branche – müssen aufhören, langweiligen „Boss Content“ zu produzieren.

Wenn Marco Gilly von Mawave Marketing die Bühne betritt, dann nicht, um Händchen zu halten. 

In seinem Vortrag „ROAST MY CONTENT – Diese Fehler macht JEDER Social-Media-Manager“ legte er den Finger tief in die Wunde. Seine These ist so simpel wie erschreckend: 80 bis 90 % des Firmen-Contents da draußen ist schlichtweg schlecht.

Es ist Einheitsbrei. Es ist unsichtbar. Es ist das Ergebnis von „Inside-the-Box“-Denken, bei dem wir versuchen, es Vorgesetzten, Brandmanagern und der „Brand Safety“ recht zu machen, statt der einzigen Gruppe zu dienen, die zählt: der Community.

Hier nehme ich euch mit durch meine ausführlichen Notizen und die wichtigsten Learnings aus Marco Gillys „Roast“. Erfahrt, warum wir alle mutiger sein müssen und wie wir aus der Falle der Mittelmäßigkeit entkommen.

Das Problem: Die Angst vor dem Risiko macht uns zu „Losern“

Marco startete mit einer Provokation: „Die meisten Social Media Manager sind Loser.“ Warum? Weil wir Verwalter des Status Quo geworden sind.

Wir alle kennen die internen Feedback-Schleifen: „Ist das noch Brand Safe?“, „Was sagt die Geschäftsführung dazu?“, „Können wir das nicht ein bisschen seriöser machen?“. Das Ergebnis dieser Fragen ist Content, der niemanden stört – aber eben auch niemanden interessiert. Das Resultat ist 0 % Wahrnehmung.

Marco brachte einen Vergleich, der sitzt: Sogar der WhatsApp-Status seiner Mutter ist oft spannender, varianter und kreativer als das, was große Brands mit Millionenbudgets posten.

Warum? Weil der Status der Mutter authentisch ist. Er ist unerwartet. Er folgt keinem Corporate Design Manual, das jede Regung von Leben erstickt. Wenn alle Firmenkanäle gleich aussehen, erinnern sich die Nutzer an niemanden. Das bleibt nicht hängen.

First Mover vs. Copycat: Das Lidl-Phänomen

Kreativität funktioniert, aber sie hat oft ein Verfallsdatum. Marco nannte das Beispiel der Verlobungsringe von Ronaldo oder Taylor Swift, die viral gingen. Lidl reagierte blitzschnell und adaptierte das Thema genial. Das funktioniert genau einmal.

Das Problem entsteht, wenn wir danach versuchen, denselben Trend drei Wochen später auch noch zu „melken“. Dann ist es nur noch Rauschen.

Die Lektion hier: Macht etwas Unerwartetes. Schaut euch an, was die anderen machen, und dann macht bewusst etwas anderes.

Die Lösung: Be Bold – Die „Rewe-Pinkel-Metapher“

Statt uns immer wieder zu fragen: „Welchen Trend kann ich sicher nachmachen?“, sollten wir fragen: „Wer verkörpert das Gegenteil?“ oder „Würde ich mir das privat selbst ansehen?“.

Ein drastisches Beispiel aus dem Vortrag, das definitiv hängen geblieben ist (und das ist ja der Sinn): Ein Szenario, in dem ein Rewe-Mitarbeiter auf einen Kunden pinkelt. Klingt schrecklich? Absolut. Ist es Brand Safe? Auf keinen Fall. 

Aber: Es wäre mutig, unerwartet und bricht mit jeder Konvention. Es würde keine negativen Kommentare im Sinne von „Langweilig“ geben, sondern maximale Aufmerksamkeit.

Natürlich sollen wir nicht wörtlich auf Kunden pinkeln. Aber wir müssen metaphorisch genau diesen Schockmoment suchen. Wir müssen uns trauen, „Unhinged Content“ zu produzieren. 

Die Werkstattkette ATU macht es mit Maddy auf Social Media vor: Videos, die so drüber sind, dass man nicht wegsehen kann. Und der Erfolg gibt ihnen recht.

Der Mythos Kreativität: Warum Brainstorming oft Zeitverschwendung ist

Ein besonders spannender Teil des Vortrags war der wissenschaftliche Blick auf Kreativität. Marco Gilly zitierte den Persönlichkeitspsychologen Ernst Hany von der Uni Erfurt: „Kreativität ist nur sehr bedingt trainierbar.“ Es ist ein Talent.

Das ist eine harte Pille für alle, die glauben, man könne Kreativität in einem Workshop „erzwingen“. Aber es gibt einen Ausweg, wenn man den Prozess ändert:

  1. Kein Brainstorming zu Beginn: Setzt euch nicht in einen Raum und sagt „Jetzt seid mal kreativ“. Das blockiert. Die besten Ideen entstehen individuell – der klassische „Kreative Moment“ unter der Dusche oder mitten in der Nacht.
  2. Erst individuell, dann Team: Sammelt Ideen alleine, wenn ihr im Flow seid. Nutzt das Brainstorming erst im zweiten Schritt, um diese Rohdiamanten zu schleifen.
  3. Adaptieren statt Kopieren: Marc Randolph (Netflix Co-Founder) sagte: „It’s not about having good ideas.“ Es geht oft gar nicht darum, das Rad neu zu erfinden. Es geht darum, Erfolgsformate zu erkennen und sie intelligent auf die eigene Brand zu adaptieren.

Fazit: 4 Learnings für besseres Marketing bei klixpert.io

Am Ende des Vortrags standen vier klare Leitsätze, die wir uns ab sofort zu Herzen nehmen werden:

  1. Kreativität ist KEY: Ohne eine zündende, originelle Idee hilft das beste Media-Budget nichts. Wenn du denkst „Ich bin unkreativ“, umgib dich mit kreativen Menschen oder ändere deinen Prozess.
  2. Adaptiere Erfolgsformate: Schau nicht auf die Konkurrenz in deiner Nische (die ist meistens genauso langweilig), sondern auf erfolgreiche Creator und Brands in anderen Bereichen.
  3. Jede Community tickt anders: Social Listening ist Pflicht. Nur weil etwas bei Nike funktioniert, muss es bei einem B2B-Softwareanbieter nicht klappen. Hör auf deine eigene Community, nicht auf Branchen-Standards.
  4. Guter Content ist kein Boss Content: Das ist vielleicht das wichtigste Learning. Wenn dein Chef den Post nicht mag, weil er zu „frech“ oder zu anders“ ist, dann ist das oft ein gutes Zeichen. Wir posten nicht für den Vorstand, wir posten für den Feed.

Seid mutig. Macht etwas Unerwartetes. Und hört auf, Content für den Konferenztisch zu produzieren.

Und nun „BE BOLD!“, wie Markus Gilly mehrfach in seinem motivierendem Vortag sagte.

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OMX Recap 2025: Die Gefahr von „AI Slop“ und die Rückkehr der Echtheit https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/omx-recap-2025-social-media-reality-check/ Wed, 03 Dec 2025 14:34:47 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10881 2025 war ein bewegtes Jahr. Wir haben gesehen, wie neue Plattformen kamen, Algorithmen wild spielten und KI endgültig den Mainstream übernahm. Auf der OMX hat Felix Beilharz den Finger in die Wunde gelegt. 

Das Fazit: Die Technologie skaliert, aber die Qualität leidet. Was bedeutet das für deine Strategie 2026?

Wer 2026 im Social-Media-Marketing mitreden will, muss sich entscheiden: Willst du einfach nur mehr Output (AI-Masse) oder willst du Conversion durch echte Bindung (Menschliche Klasse)?

Hier sind die Insights, die du jetzt auf dem Radar haben musst, um deine Brand Performance zu sichern.

1. AI ist kein Hype mehr – es ist deine Infrastruktur

Machen wir es kurz: Wer AI heute nicht nutzt, verbrennt Budget. Die Tools sind da, um Speed in deine Prozesse zu bringen und Ressourcen für strategische Aufgaben freizuschaufeln.

Felix Beilharz hat auf der OMX klar gezeigt, wo die Reise hingeht:

  • Meta AI & Ad-Varianten: Textvarianten für Ads werden vollautomatisiert erstellt. Wer hier noch manuell A/B-Testing für jede Headline betreibt, ist zu langsam.
  • Business AI on Ads: Voice-Integrationen direkt in der App ermöglichen völlig neue Interaktionsraten.
  • Meta AI Studio: Du kannst (und solltest) eigene KI-Chatbots für Instagram anlegen. Deine Follower chatten oder „telefonieren“ mit deinem Bot – 24/7 Service-Abdeckung ist kein Personalproblem mehr, sondern ein Setup-Thema.
  • Translation & Optimization: Storys werden per Knopfdruck übersetzt oder Elemente per KI hinzugefügt/gelöscht (z. B. auf TikTok und Instagram).

Takeaway: Nutze AI für die Skalierbarkeit deiner Prozesse. Aber verwechsle Effizienz nicht mit Effektivität.

2. Die Gefahr: „Pinterest is being strangled by AI Slop“

Hier kommt der Reality-Check. Die massive Verfügbarkeit von GenAI führt zu einer Flutung der Kanäle. Beilharz nennt es treffend: „AI Slop“. Das Netz füllt sich mit wertlosen, generischen Inhalten. Das Problem dabei:

  1. Orientierungslosigkeit: Sowohl junge als auch ältere Zielgruppen tun sich schwer, Fakes von echter Kommunikation zu unterscheiden.
  2. Plattform-Reaktion: TikTok und Pinterest führen Labels ein oder lassen User einstellen, ob sie AI-Content sehen wollen oder nicht.

Wenn dein Content aussieht wie „ChatGPT Copy-and-paste“, wirst du ausgefiltert – vom Algorithmus oder noch schlimmer: von deinem Kunden.

3. Der Gegentrend: „Non-AI Spaces“ als USP

Für 2026 zeichnet sich eine klare Gegenbewegung ab. Je mehr „Synthetic Media“ wir sehen, desto höher wird der Wert von Authentizität. Es gibt bereits konkrete Tendenzen zu „Non-AI Spaces“. Apps wie das wiederbelebte Vine (unter dem Namen diVine) werben damit, garantiert KI-freie Zonen zu sein.

Was heißt das für B2B und E-Commerce? Echtheit wird zum Premium-Gut. Ein CEO, der vor die Kamera tritt und wirklich spricht, schlägt jeden perfekt generierten KI-Avatar. In einer Welt voller Fakes wird das Menschliche zum Luxus.

4. Vertrauen ist deine härteste Währung

Die wichtigste Aufgabe für uns alle – Marketer und User – ist Medienkompetenz. Wir müssen lernen, Fakes zu erkennen, ohne dabei zynisch zu werden.

Für deine Strategie bedeutet das:

  • Aufmerksamkeit ist durch KI billig geworden. Du kannst sie generieren, so viel du willst.
  • Vertrauen hingegen ist extrem teuer. Es ist schwer aufzubauen und leicht zu verspielen.

Unsere Empfehlung für 2026: Nutze den Tech-Stack für alles, was im Hintergrund läuft (Datenanalyse, Varianten, Service-Bots). Aber lagere deine Brand Voice und dein Community Building nicht an den Algorithmus aus. Der ROI von echtem Vertrauen ist durch keine KI zu ersetzen.

Bist du bereit, deine Social Media Strategie zukunftssicher zu machen?

 Lass uns gemeinsam schauen, wie wir KI für dich arbeiten lassen, ohne deine Authentizität zu opfern. #letsgrowtogether

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SEOkomm Recap 2025: SEO Mal anders, Traffic in Millionenhöhe ohne jegliches SEO – Google Discovery von Björn Darko https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/online-marketing/seokomm-recap-2025-bjoern-darko-google-discovery-strategie/ Tue, 02 Dec 2025 05:51:58 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10792 Wenn der Head of SEO einer internationalen Unternehmensgruppe die Bühne betritt und seinen Slot nicht mit Excel-Tabellen, sondern einer Rap-Einlage beginnt, ist das mehr als nur eine Show. Es ist ein Symbol für den notwendigen Mindset-Shift im modernen Content-Marketing. Björn Darko hat auf der SEOkomm im Rahmen der OX 2025 (Online Expert Days) in Salzburg eindrucksvoll demonstriert, dass wir uns von alten SEO-Dogmen verabschieden müssen, um im Jahr 2026 massiven Traffic zu generieren.

Björn Darko auf der SEOkomm 2025
Björn Darko auf der SEOkomm 2025

Sein Thema: Google Discover. Ein Kanal, der für viele Unternehmen noch eine „Black Box“ ist, bei gezielter Umsetzung jedoch systematisch Millionen von Klicks liefert.

Die zentrale These des Vortrags war radikal: Google Discover folgt nicht den Regeln der Suche (Search), sondern den Regeln von Social Media. Wer hier gewinnen will, muss aufhören, wie ein technischer SEO zu denken, und anfangen, wie ein Publisher zu agieren.

Hier sind die tiefgehenden Analysen und Strategien aus Björns „Discover at Scale“-Framework.

Journalismus und Frequenz als Speerspitze zu mehr Traffic und Citations

Björns provokante These „Don’t hire a SEO – hire a Journalist“ fundiert auf der technischen Natur von Google Discover. Während die klassische Google-Suche ein Pull-Kanal ist (Nutzer hat ein Bedürfnis -> sucht -> findet), ist Discover ein Push-Kanal. Der Feed wird basierend auf Interessen kuratiert, ähnlich wie bei TikTok oder Instagram.

Es geht laut Björn um Frequenz: “Wir brauchen umfassende Cluster und täglich Veröffentlichungen über Monate – die ersten Beiträge können erst nach drei Monaten relevant werden, dann beginnen die richtigen Spiele!”

In diesem Umfeld ist die Click-Through-Rate (CTR) das entscheidende Signal für den Algorithmus. Ein technischer SEO optimiert für Crawler; ein Journalist schreibt für menschliche Aufmerksamkeit.

Die Erfolgsformel von Björn lässt sich als „Sexy-Framework“ zusammenfassen, das die psychologische Klick-Barriere senkt:

  1. Sexy Bild: Visuelle Assets müssen „Thumb-Stopping-Power“ besitzen. Hochglanz-Stockfotos werden ignoriert. Es braucht „mutige“, emotionale Bilder, die im Feed auffallen.
  2. Sexy Headline: Journalistische Zuspitzung statt Keyword-Stuffing. Die Headline muss Neugier wecken, ohne ins unseriöse Clickbaiting abzurutschen.
  3. Sexy Einführungstext: Der Teaser muss die „Time on Site“ sofort sichern.
  4. Sexy Frequenz: Zieh es durch bis nichts mehr geht.

Der strategische Hebel: Journalistisch aufbereiteter Content wird häufiger von anderen Medien zitiert. Dies generiert natürliche Citations. Für Google ist das ein massives Vertrauenssignal. Discover-Traffic ist somit nicht nur ein Klick-Lieferant, sondern ein Vehikel zum Aufbau von Brand Authority, was wiederum die Rankings in der klassischen Suche stützt. PR und SEO verschmelzen hier.

E-E-A-T & Entity Stacking: Die Architektur der Autorität

Im Zeitalter von AI-Content ist E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) die wichtigste Währung. Google muss verstehen, wer der Absender ist und warum er kompetent ist.

Björn stellte hierzu das Konzept des „Entity Stacking“ vor. Anstatt Content anonym oder unter generischen Firmenprofilen zu veröffentlichen, werden gezielt Autoren-Entitäten aufgebaut. Hinsichtlich Themen und Entitäten gilt es breit zu arbeiten, aber im semantischen Spektrum des Projektes zu bleiben. In seinem konkreten Fall schreibt er für ein Real-Estate Projekt auch über Tiny-Homes, Gartengestaltung und die Terrasse. In seinem Fall hat er keine Kochrezepte veröffentlicht 😉

  • Der Prozess: Ein Experte (als verifizierte Entität im Knowledge Graph des Projekts) veröffentlicht konsequent Inhalte zu einem spezifischen Themen-Cluster (z.B. Immobilienmarkt Hamburg, Living, Wohnen, Lifestyle, Garten, Terrasse).
  • Der Effekt: Google verknüpft die Entität „Autor“ fest mit der Entität „Thema“. Wenn diese Verbindung steht, genießt jeder neue Artikel dieses Autors einen Vertrauensvorschuss („Themenautorität“) und wird schneller in Discover ausgespielt.

Ergänzend dazu spielt die Local Authority eine immense Rolle. Wer täglich relevante Inhalte für eine spezifische Region liefert, wird von Google als lokale Autorität erkannt und im Feed der dort ansässigen Nutzer bevorzugt.

„Wir fahren Schlitten, solange der Schnee fällt“ – die Republishing-Strategie

Einer der wertvollsten Growth-Hacks aus dem Vortrag betrifft den Lebenszyklus von Content. Die meisten Marketer betrachten einen Artikel als „abgeschlossen“, sobald er veröffentlicht ist. Das ist Ressourcenverschwendung.

Björns Metapher: „Wir fahren Schlitten, solange der Schnee fällt.“ Das bedeutet: Solange ein Thema relevant ist und auf Discovery Traffic auslüst, wird der Content am Leben erhalten. Die Aviv Group nutzt hierfür eine aggressive Republishing-Strategie:

  1. Monitoring: Die Traffic-Kurve eines Artikels wird überwacht.
  2. Re-Initzierung: Sobald der Traffic abflacht (Interesse sinkt oder „Freshness“-Score bei Google fällt), wird der Artikel aktualisiert.
  3. Update: Das Veröffentlichungsdatum wird aktualisiert, Inhalte werden geschärft.
  4. Resultat: Der Artikel wird erneut in den Discover-Feed gespült.

Björn zeigte Beispiele von Artikeln, die bis zu 22-mal republished wurden. Das Ergebnis ist eine „dramatische Steigerung“ des Traffics: Der Artikel baut über die Zeit immer mehr Signale auf, anstatt jedes Mal bei Null zu beginnen. Für uns als Growth Marketer ist das Effizienz in Reinform: Maximaler Output aus bestehenden Assets.

Für einige Leute im Zuschauerraum verwirrend oder gar verstörend. Aber klar, dies ist eine Kontra-Strategie zum klassischen SEO, wie wir das bisher kannten. Hier ist Björn ganz klar.

Prozess-Skalierung: KI und Struktur

Um Discover dominieren zu können, ist Frequenz entscheidend. Die Empfehlung lautete: Mindestens ein Content-Piece pro Tag pro Cluster. Dies ist manuell kaum skalierbar, weshalb Prozesse und KI unverzichtbar sind.

  • KI-Einsatz: Nicht zur Texterstellung (da fehlt die journalistische „Soul“), sondern zur Strukturierung. KI hilft, Themen zu clustern, Gliederungen zu erstellen und Variationen von Headlines zu testen.
  • Formatierung für Discover: Der Feed bevorzugt Inhalte, die schnell konsumierbar sind. Tabellen, Listen und klare Strukturen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Ausspielung.
Björn Darko und Paul Johann Dollinger auf der SEOkomm 2025

Mein Fazit zum Track von Björn Darko:

Der Vortrag von Björn Darko war ein Weckruf für die Branche. Google Discover ist kein Zufallsprodukt, sondern ein Kanal, der sich durch klare Prozesse, journalistische Qualität und technisches Entity-Management steuern lässt.

Die Key-Takeaways für unsere Strategien bei Klixpert.io:

  1. Auch mal Weg vom Keyword, hin zur Entität.
  2. Content-Lifecycle-Management (Republishing) ist in diesem Case wichtiger als ständige Neuproduktion.
  3. Prozesse schlagen Glück. Nur wer täglich liefert, bleibt im Google Discover-Feed und wird mit massiven Traffic-Spitzen belohnt.

Wer tiefer in Björns Denkweise eintauchen möchte, dem empfehle ich seinen Podcast SEOPPRESSO – es gibt genau zu diesem Case auch eine Podcast-Episode.

Folge Björn Darko für Updates auch gern auf Linkedin: Björn Darko

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SEOkomm Recap 2025: Browser-Based SEO – Warum die Chrome DevTools dein stärkster Hebel sind https://klixpert-io.s2.klixpert.dev/blog/blog/content-marketing/seokomm-recap-browser-based-seo-chrome-devtools/ Sat, 29 Nov 2025 15:34:46 +0000 https://www.klixpert.io/?p=10705 Wer SEO heute noch ohne tiefen technischen Einblick betreibt, fliegt im Blindflug. Während ich als Software Engineer quasi in der Konsole lebe, sehe ich immer noch zu viele Marketer, die dieses mächtige Werkzeug ignorieren. Dabei liegt genau hier, in den Chrome Developer Tools, der Unterschied zwischen bloßer Vermutung und technischem Wissen – und damit oft der Schlüssel zu echtem Wachstum.

Christiane „Chrissy“ Kunisch von ONE Beyond Search hat in ihrem Track „Browser-Based SEO – die besten Chrome DevTools Hacks“ gezeigt, warum wir aufhören müssen, SEO nur an der Oberfläche zu betreiben. Wer Wachstum will, muss verstehen, was im Hintergrund passiert. Keine Vanity Metrics, sondern harte technische Realität direkt im Browser.

Hier sind die Key-Takeaways aus der Session – gefiltert durch meine Tech-Brille.

The Truth is in the DOM

Vergiss „Quelltext anzeigen“. Das ist statisch. Chrissy hat klar gemacht: Die Magie passiert im DOM (Document Object Model). Hier siehst du, was der User wirklich sieht und wie JavaScript die Seite manipuliert, nachdem der Server geantwortet hat.

  • Element Inspection: Es geht nicht nur darum zu sehen, dass ein Element da ist, sondern wo es im Render-Prozess landet. Gerade bei komplexen Frameworks ist der DOM die einzige Wahrheit.
  • Mockups on the fly: Ein smarter Hack, den Chrissy gezeigt hat: Du brauchst kein Photoshop, um Stakeholdern Änderungen zu pitchen. Manipuliere den DOM direkt in den DevTools, mach einen Screenshot vom Node – fertig ist das Mockup. Quick & Dirty, aber extrem effizient für schnelle Entscheidungen.

Network Tab: AI Sniffing & Query Fanouts

Das war der Part, der mein „Agentic AI“-Herz höher schlagen ließ. Der Network Tab ist nicht nur zum Debuggen von Ladezeiten da, sondern ein astreines Spionage-Tool.

  • ChatGPT & AI Query Fanout: Wenn du verstehen willst, wie AI-Tools oder Search Generative Experiences arbeiten, schau in den Network-Traffic. Welche Requests werden gefeuert? Wohin fließen die Daten? Chrissy nennt das „AI Sniffing“. Auch beim Google AI Mode lohnt sich der Blick hinter die Fassade.
  • Reverse Engineering: Du siehst genau, welche APIs angesprochen werden. Für uns als Growth Hacker ist das Gold wert. Datengetriebene Strategien basieren darauf, zu verstehen, wie Systeme kommunizieren – und hier bekommst du die Blaupause serviert.

Coverage & MCPs: Debugging like a Pro

Performance ist kein „Nice-to-have“, es ist ein Ranking-Faktor* und Conversion-Treiber. Chrissys Blick auf die Coverage war ein wichtiger Reminder: Wieviel JavaScript und CSS laden wir eigentlich, das gar nicht genutzt wird? Unused Code ist Ballast. Weg damit.

Spannend für die Zukunft: ChromeDev MCPs. Das geht in Richtung Agentic Workflow. Model Context Protocols helfen uns beim Debuggen und verbinden LLMs besser mit unseren Dev-Umgebungen. Wer hier am Ball bleibt, automatisiert seine Fehlersuche bald komplett.

Mein Fazit

Guter Input, der Altbekanntes neu framet. Als Entwickler ist die Konsole mein zweites Wohnzimmer. Aus SEO-Sicht ist es aber genau das Werkzeug, das den Unterschied zwischen „raten“ und „wissen“ macht.

Chrissy hat eindrucksvoll gezeigt: Du brauchst nicht für alles ein teures SaaS-Tool. Die mächtigsten Waffen liefert der Browser frei Haus. Wer technische SEO-Probleme lösen will, muss lernen, wie ein Browser zu denken.

Vorgestellte Tools

Hier ein kurzer Abriss der Tools und Features, die in der Session relevant waren:

  • Chrome DevTools:
    • Was ist das: Eine Sammlung von Webentwickler-Tools, die direkt in den Google Chrome-Browser integriert sind.
    • Nutzen: Erlaubt die tiefgehende Analyse von HTML (DOM), CSS, JavaScript und Netzwerkaktivitäten einer Seite. Essenziell für Debugging und technische SEO-Audits.
  • Elements Tab:
    • Was ist das: Der zentrale Bereich für die Inspektion des DOMs und der CSS-Styles.
    • Nutzen: Zeigt die gerenderte Wahrheit (nicht nur den Quellcode). Perfekt für Live-Mockups („Mockups on the fly“) und um zu verstehen, wo Elemente im Render-Tree landen.
  • Network Tab:
    • Was ist das: Der Monitor für jeglichen Datenverkehr zwischen Browser und Server.
    • Nutzen: Ermöglicht „AI Sniffing“ und API-Analysen. Hier siehst du Query Fanouts und verstehst, wie AI-Search-Features im Hintergrund kommunizieren.
  • Coverage Tab (in DevTools):
    • Was ist das: Ein Feature zur Analyse der Code-Nutzung (Pro-Tipp: oft versteckt unter den drei Punkten -> More Tools -> Coverage).
    • Nutzen: Visualisiert in Echtzeit, wie viel Code einer geladenen Datei tatsächlich ausgeführt wird (und wie viel „Dead Code“ ist). Unverzichtbar für Performance-Optimierung.
  • ONE Vault Extension for SEO Scripts:
    • Was ist das: Eine Browser-Extension der Agentur ONE Beyond Search (für die Chrissy tätig ist).
    • Nutzen: Bündelt nützliche Skripte für die Arbeit in de DevTools.

Über die Speakerin: Christiane Kunisch

Christiane „Chrissy“ Kunisch ist Co-Gründerin & Managing Director von ONE Beyond Search. Mit über zehn Jahren Erfahrung auf Agenturseite hat sie alles gesehen. Ihr Sweetspot ist Tech SEO: Sie löst technische Knoten, wo andere aufgeben. Als ehemaliger SEO-Lead weiß sie genau, wie man komplexe technische Sachverhalte so übersetzt, dass sie strategisch nutzbar werden. Chrissy steht für Pragmatismus statt Theorie – ihre Strategien funktionieren nicht nur auf Folien, sondern im Live-Betrieb.

* Man mag meinen, das stimmt nicht, aber am Ende geht es um Speed: Die User wollen schnelle Ergebnisse. Die Core Web Vitals sind wichtig – vielleicht nicht überlebenswichtig – aber sie helfen dem Nutzer, die Seite so zu nutzen, wie es sich gehört.


Meine Posts zur SEOkomm 2025

Was ist die SEOkomm 2025 und OMX (Online Experts Days) 2025

Die SEOkomm und die OMX (Online Experts Days) sind die beiden zentralen Fachkonferenzen der sogenannten „Online Expert Days“ (OXD), die jährlich in Salzburg stattfinden und als führende Weiterbildungsveranstaltung für die digitale Marketingbranche im deutschsprachigen Raum gelten. Die OMX, welche am ersten Tag (27. November 2025) stattfindet, konzentriert sich auf das breite Feld des Online Marketings – inklusive E-Commerce, Social Media, SEA (Search Engine Advertising), B2B Marketing und mehr. Die SEOkomm am darauffolgenden Tag (28. November 2025) legt den Fokus dezidiert auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und behandelt Themen wie Technical SEO, Content-Strategien, KI im Digital Marketing sowie aktuelle Trends und Tools.

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