Hier sind meine Key-Takeaways aus der Session – gefiltert durch die Brille von Agentic Thinking und Performance Growth.

Kevin startete mit einer Aussage, die für viele im Raum schwer zu schlucken war, die ich aber zu 100 % unterschreibe: Wir werden nie wieder so viel organischen Traffic erzeugen können wie 2024.
Das ist die Realität. Die SERPs (Search Engine Results Pages) verändern sich fundamental. Während die SERP aktuell statistisch gesehen oft noch der letzte Touchpoint ist, bröckelt dieses Monopol. Wer jetzt noch auf die Strategien von 2022 setzt, optimiert für eine Welt, die es so nicht mehr gibt. Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass mehr Content automatisch mehr Traffic bedeutet. Die Kurve flacht ab, und wir müssen effizienter werden, nicht lauter.
Ein Datenpunkt, den ich so absolut nicht auf dem Schirm hatte: Reddit. In den USA ist die Plattform bereits in den Top 2 der Traffic-Giganten. Aber auch im DACH-Raum ist Reddit mittlerweile in den Top 13 angekommen.
Für uns als Marketer bedeutet das: Reddit ist keine Nischen-Spielwiese für Nerds mehr, sondern ein ernstzunehmender Kanal für User Intent und Recherche. Wer „Community“ sagt, muss jetzt Reddit meinen. Das ist ein Signal, das wir in unsere kanalübergreifenden Strategien integrieren müssen.
Hier wurde es technisch spannend. Die Diskussion um AEO (Answer Engine Optimization) vs. klassisches SEO wird oft falsch geführt. Kevins Analyse zeigt:
Die Schnittmenge ist riesig, aber genau in diesen 10 % liegt der Hebel für die Zukunft. Es geht nicht mehr nur darum, „gefunden“ zu werden, sondern darum, als die Antwort von der AI zitiert zu werden.

Ein Punkt, der perfekt zu meiner Philosophie bei KLIXPERT passt: Wir sitzen oft auf einem Topf voller Gold – unseren eigenen Daten – und nutzen sie nicht. Die Analyse von User Requests ist der direkteste Weg zu relevantem Content. Statt blind Themen zu raten, müssen wir analysieren, was die Nutzer wirklich fragen und daraus Content produzieren (oder alte Daten refreshen). Das ist der Unterschied zwischen „hoffen, dass es rankt“ und „wissen, dass es relevant ist“.
Genau deshalb führen wir bei jedem Kunden ein CRM ein. Mit AI lassen sich diese Datenberge heute easy und skalierbar analysieren. Ein altes Thema, das jetzt endlich technisch lösbar ist. Während Enterprise-Player das oft schon automatisiert haben, müssen KMUs hier dringend Budgets freimachen und am Ball bleiben. Sonst enden wir mit „Dark Factories“ – nicht, weil sie so effizient und vollautomatisch arbeiten, sondern schlicht, weil sie schließen müssen.
Ein wichtiges technisches Detail dabei: Die Quellen, die AI als Basis verwendet, unterscheiden sich faktisch von den klassischen SERP-Rankings. Wer auf Platz 1 bei Google steht, ist nicht automatisch die Quelle für ChatGPT oder Gemini. Das ist ein Paradigmenwechsel im Source-Ranking.
Erwartungsgemäß gut. Kevin ist bekannt dafür, dass er sich sehr wissenschaftlich und analytisch mit Themen auseinandersetzt, statt auf Bauchgefühl zu setzen. Sein Vortrag gab uns einen hervorragenden Einblick in den Status Quo und eine Roadmap für die kommenden 18 Monate.
Klar ist aber auch: Es bleibt (noch) Theorie. Die Praxis wird zeigen, wohin sich die User-Journey wirklich verschiebt. Aber wer jetzt nicht anfängt, seine Daten sauber zu strukturieren und AEO mitzudenken, wird in 18 Monaten nur noch die Rücklichter sehen.
Kevin ist eine Schwergewichtsklasse für sich. Er berät einige der weltweit am schnellsten wachsenden Startups und hat organische Wachstumsstrategien für Companies wie Ramp, Reddit, Bounce, Dropbox, Hims, Nextdoor und Snapchat entwickelt. Sein Growth Memo erreicht wöchentlich 21.000 Abonnenten und gehört zur Pflichtlektüre für jeden, der Growth nicht als Zufall, sondern als System begreift.
Meine Posts zur SEOkomm 2025
Die SEOkomm und die OMX (Online Experts Days) sind die beiden zentralen Fachkonferenzen der sogenannten „Online Expert Days“ (OXD), die jährlich in Salzburg stattfinden und als führende Weiterbildungsveranstaltung für die digitale Marketingbranche im deutschsprachigen Raum gelten. Die OMX, welche am ersten Tag (27. November 2025) stattfindet, konzentriert sich auf das breite Feld des Online Marketings – inklusive E-Commerce, Social Media, SEA (Search Engine Advertising), B2B Marketing und mehr. Die SEOkomm am darauffolgenden Tag (28. November 2025) legt den Fokus dezidiert auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und behandelt Themen wie Technical SEO, Content-Strategien, KI im Digital Marketing sowie aktuelle Trends und Tools.
Jeder, der sich bereits mit Online Marketing beschäftigt hat, nutzt MarTech. MarTech-Lösungen gibt es viele – von kostenlos bis sehr teuer. Welche Software verwendet werden soll, hängt von der Marketingstrategie und den individuellen Marketingzielen ab.
Um sein Produkt digital präsentieren zu können, ist Software nötig. Content-Management-Systeme wie WordPress sind die Basis. WordPress wird für 1/3 der Webseiten genützt und ist somit mitunter eine der bekanntesten MarTech-Softwares.
Der große Bruder zum CMS wäre eine DXP – Digital Experience Platform, die dem Marketer noch mehr Möglichkeiten bietet als ein „einfaches“ CMS. Content kann mit derartiger Software Zielgruppen-gerecht dort ausgespielt werden, wo sie benötigt wird, online, aber auch offline.
Die Customer Journey ist eng mit Content verbunden und überaus wichtig für das Content-Marketing. Egal, welche digitalen Maßnahmen das Marketing Team geplant hat, es geht um Content. Man spricht von 5 bis 7 Touchpoints, bis intensiver mit einem Produkt oder einer Dienstleistung interagiert wird.
Daten sind das moderne Gold. Wer Zugriff auf eine große Menge an Daten hat, kann – wie die Vergangenheit zeigt – großes bewirken. Tools wie HubSpot, Salesforce oder Dynamics365 erfassen alle Daten rund um einen Interessenten (Lead) oder Kunden, wie z. B.:
Wann hat er das letzte Mal was gekauft?
Wann wurde der Kunde das letzte Mal kontaktiert?
Wie viel Umsatz macht ein Kunde?
Eine CRM-Software steht im Mittelpunkt zwischen Customer-Behavior und Marketing-Maßnahmen. Zudem bietet eine hohe Datenintegrität einen Vorteil für zukünftige Kampagnen.
Eine Customer Data Platform (Kurz: CDP) ist ein Tool, welches es Unternehmen ermöglicht, Kundendaten aus unterschiedlichen Quellen in einer einzigen 360-Grad-Ansicht zusammenzuführen. Diese einheitliche Ansicht kann dann für kanalübergreifende Kundenerlebnisse genutzt werden, z. B. für personalisierte Marketingkampagnen und gezielte Inhalte.
Digital Asset Management ist ein Geschäftsprozess zum Organisieren, Speichern und Abrufen von Rich-Media-Inhalten und zur Verwaltung digitaler Rechte und Genehmigungen. Zu den Rich-Media-Assets gehören Bilder, Video, Audio und andere Multimedia-Inhalte. Wenn mit Influencern, Fotografen oder Modells gearbeitet wird, kann es schnell kompliziert werden, wenn es um Rechte für die Benutzung der erstellten Assets geht. Da darf kein Fehler passieren!
Automatisiertes Marketing oder auch Vertriebsarbeit sind meiner Meinung nach der wichtigste Part in einem MarTech-Stack. Workflows, die auf Kundendaten basieren, können wahre Wunder vollbringen und Sale geschieht wie von Zauberhand. Einfach gedacht ist die Mail, die an Warenkorbabbrecher im E-Commerce Business gesendet wird Marketing Automation. Marketing Automation ist nicht anhand von Komplexität definiert, sondern durch automatisierte Arbeit mit Daten.
Mailchimp, ein starker Vertreter aus dem Bereich E-Mail-Marketing, ist mittlerweile auch in Puncto Automationen sehr gut. Empfehlen würde ich aber für Automationen eher Tools wie HubSpot, Microsoft Dynamics oder Salesforce.
Personalisierte Kundekommunikation ist lt. diverser Studien vom Kunden gewünscht.
Wer für sich als Marke oder für Kunden als Agentur im Social Media Bereich tätig ist, nutzt MarTech wahrscheinlich schon. Buffer, HootSuite oder eClincher sind Tools, die Marketer helfen Social Media über mehrere Kanäle hinweg zu betreiben.
So hat man alles gesammelt in einer Software, die es ermöglicht, schnell und nach Plan Social Media zu nützen.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) – nicht zuletzt in der Inbound-Methodik ein zentraler Eckpfeiler – ist auch einer der wichtigsten Bereiche in einem gut funktionierenden MarTech-Stack. SEO-Tools wie ahrefs, semrush oder MOZ geben Marketer die Möglichkeit mehr über die Konkurrenz zu erfahren oder das Volumen diverser Keywords zu analysieren.
Suchmaschinen haben sich in den letzten Jahren verändert und sind regelrecht zur „Frage-Antwort“-Maschine geworden. Ganze Fragen wie „Was ist MarTech?“ sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die Optimierung von Content für diese Keywords erfordert nicht nur einiges an Know-How, sondern smarte Tools.
Damit alle Daten für Marketingzwecke genützt werden können, sind Analyse-Tools für die Datenanalyse notwendig. Für Standard-Webseiten gibt es von Google, Google Analytics und für moderne NextJS Webseiten Vercel Analytics. Tableau oder Qlikview sind eher weniger bekannt.
Egal welches Analyse-Tool, es geht um Daten, die analysiert und für Interpretationen zur Verfügung gestellt werden.
MarTech ist im Grunde alles, was Software gestütztes Marketing betrifft. Es gibt meines Wissens keine generelle Regel oder Norm, die besagt, was MarTech genau ist.
Marketing + Technology = MarTech
CRM, Marketing Automation: HubSpot
CMS, Content: WordPress
Datenanalyse: Google Analytics 4
Social Media Management: Buffer
Mit diesen Tools kann man wachsen. Egal ob man sich zum Muli-Million-Business entwickelt, mit diesem Stack lässt sich das Wachstum bewältigen.
Für alle Tools gibt es reichlich Knowledge im Internet und starke Communities.
Ist ein Unternehmen größer, bestehen mehr Abläufe, die sich etabliert haben und das Einführen neuer Software ist etwas schwieriger.
Pauschal kann ich keine Empfehlung abgeben. Dennoch darf man es nicht verkomplizieren. Das Ziel ist dasselbe und oft gehören alte Abläufe aufgebrochen, überdacht und in neuer Form etabliert. Dies betrifft leider auch ab und an Mitarbeiter, die dem Wandel im Weg stehen, anstatt ihn zu forcieren.
Der größte Vorteil von MarTech ist, dass man vor allem über Daten schneller und effizienter Entscheidungen treffen kann. Das „Bauchgefühl“ oder auch die Erfahrung sind in einer sich ständig wandelnden Welt nicht immer die richtige Wahl. Dies schmerzt natürlich den ein oder anderen „alten“ Hasen in unserem Business. Doch: die Customer Experience steht im Vordergrund und dafür muss der Marketer alles machen, was möglich ist.
Auf Aktion folgt Reaktion – Das dritte newtonsche Gesetz
In meiner Welt heißt das: auf Marketing folgen Daten. Besteht aber keine Verbindung zwischen dem, was ich sende und dem, der es empfängt, kann ich nicht beurteilen, ob es gut war, geschweige denn es optimieren. Dazu ist ein smarter MarTech-Stack unabdingbar.
MarTech ist allgegenwärtig und nicht nur kein Buzzword, sondern die Basis für funktionierendes Digital Marketing.
Auf Aktion folgt Reaktion – Das dritte newtonsche Gesetz
In meiner Welt heißt das: auf Marketing folgen Daten. Besteht aber keine Verbindung zwischen dem, was ich sende und dem, der es empfängt, kann ich nicht beurteilen, ob es gut war, geschweige denn es optimieren. Dazu ist ein smarter MarTech-Stack unabdingbar.
MarTech ist allgegenwärtig und nicht nur kein Buzzword, sondern die Basis für funktionierendes Digital Marketing.
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