Diese Verbindung funktioniert nach ihren ganz eigenen Spielregeln – der Erfolg hängt dabei nicht vom eingesetzten Budget, sondern von der Beteiligung von und dem Verständnis für die eigene Community ab.
Reddit bietet nämlich keine klassische Werbefläche – das wurde wohl allen Teilnehmern innerhalb weniger Minuten des Vortrags bewusst. Stattdessen sollte es als Community-Treiber gesehen werden, der die Möglichkeit bietet, den Brand Trust unglaublich zu erhöhen. Die eigene Community verstehen und sie auf den geeigneten Plattformen erreichen, um sie dort gezielt, authentisch sowie bedürfnisorientiert ansprechen zu können – ein Konzept, das wir bei KLIXPERT.io dank unserer Inbound-Spezialisierung schon lange einsetzen.
Um auf Reddit erfolgreich zu sein, muss man die Plattform zunächst verstehen. Reddit ist kein weiteres Instagram oder TikTok, sondern ein sogenannter Social-News-Aggregator – eine Mischung aus Diskussionsforum und Community-Plattform. Der Fokus liegt hier nicht auf Personen, Influencern oder der Selbstdarstellung, sondern klar auf Themen.
Melanie brachte es auf den Punkt: Während andere Plattformen Inhalte primär nach Algorithmus und Reichweitenpotenzial sortieren, funktioniert Reddit nach dem Prinzip der Community-Kurierung.

Subreddits als thematische Nischen: Die Plattform ist in thematische Unterforen, die Subreddits, unterteilt. Diese sind Nischen-Communities mit eigenen, strengen Regeln, die von freiwilligen Moderatoren durchgesetzt werden. Diese Moderatoren agieren als Gatekeeper und sorgen dafür, dass die Themen und die Tonalität gewahrt bleiben.
Die Macht der Votes: Upvotes (Daumen hoch) und Downvotes bestimmen über die Sichtbarkeit eines Beitrags oder Kommentars. Dies ist der elementare Unterschied: Die Community entscheidet, was relevant ist. Beiträge, die als irrelevante Werbung oder Spam empfunden werden, verschwinden schnell durch Downvotes im Hintergrund.
Karma als Vertrauenswährung: Karma sammelt man über Upvotes auf Beiträge und Kommentare. Es ist quasi die Währung des Vertrauens. In vielen geschlossenen Subreddits ist eine Mindestmenge an Karma erforderlich, um überhaupt posten zu dürfen. Werbung ist den Redditors egal, sie wird meist downgevotet, wenn sie nicht als authentisch und relevant empfunden wird.
Hoher Brand Trust: Genau dieser Mechanismus schafft einen unglaublich hohen Brand Trust. Da die Plattform kaum von Influencer-Marketing oder AI-Content geflutet wird und sehr stark auf User-Generated Content (UGC) setzt, gelten die Inhalte als besonders authentisch. Die Tatsache, dass viele dieser Threads von Large Language Models (LLMs) gecrawled werden und als Quellen für KI-Antworten dienen, unterstreicht die empfundene Qualität.
Reddit wächst rasant. Zudem sind die meisten Benutzer oft nicht auf anderen Plattformen unterwegs, was Reddit zu einem wertvollen Kanal für die Erschließung neuer, hochspezialisierter Zielgruppen macht – besonders für Unternehmen in Nischenbranchen erschließt das ganz neue Möglichkeiten, mit potenziellen Käufern in Kontakt zu treten.
Der größte Fehler in Bezug auf Reddit besteht meist darin, Content von Meta, LinkedIn oder Instagram einfach zu spiegeln. Doch dabei herrscht auf Reddit eine ganz andere Kultur – die Relevanz der Inhalte für die Community entscheidet, je weniger werblich desto besser.
Melanie formulierte passend, warum Reddit keine Kopie von anderen Social Media Kanälen ist:
„Reddit glänzt weniger, bietet aber viel mehr Tiefe.“
Die größten Unterschiede liegen dabei in folgenden Punkten:
Inhaltstypen: Die meisten Beiträge bestehen aus reinem Text, Videos performen im Vergleich zu anderen Plattformen schlecht. Es geht um Diskussion und Tiefe, nicht um kurzweilige, glänzende Unterhaltung.
Fokus auf Interaktionen: Auf Reddit zählt nicht der Klick, sondern die echte Diskussion. Der Fokus liegt auf Engagement-Metriken wie Upvotes und Kommentaren, denn sie zeigen, was Menschen wirklich über die Marke oder das Thema denken und teilen.
Kein Marketing-Blabla: Redditors sind Gatekeeper ihrer Community. Anzeigen, die wie Anzeigen aussehen oder die Sprache des Marketing-Sprechs verwenden, werden gnadenlos abgewertet. Die Liebe für die Marke muss durch ehrliche, menschennahe Kommunikation und echten Mehrwert erarbeitet werden. Auch kleineres Teasern, provokant-formulierte Aussagen und ein Mix aus emotional-rationaler Formulierungen funktionieren gut, um zu einer Diskussion innerhalb der Community anzuregen.
Während organischer Aufbau sehr aufwendig ist, schnell zur Vollzeitstelle werden kann und Zeit braucht – ein funktionierender Subreddit braucht oft ein halbes Jahr, um sich zu etablieren – bieten Reddit Ads eine präzise Möglichkeit, die Community zu erreichen.
Der Schlüssel liegt dabei im Community-Targeting:
Unabhängig von Format und Placement (im Feed oder in der Konversation) gelten laut Melanie diese unumstößlichen Regeln:
Sprachliche Anpassung: Die Ad muss IMMER auf die Sprache der Community zugeschnitten sein. Dafür muss im ersten Schritt die Community innerhalb des targetierten Subreddits analysiert und verstanden werden. Es muss klar sein, worüber wie gesprochen wird, um anschließend den Inhalt und das Creative der Werbeanzeige gezielt darauf anpassen zu können.
A/B-Testing: Menschen auf Reddit ticken anders. A/B-Tests sind unerlässlich, um Formate, Texte und Subreddits zu vergleichen und zu verstehen, was funktioniert.
Fokus auf Engagement: Im Gegensatz zu Traffic-getriebenen Kampagnen muss hier der Fokus auf Interaktionen liegen.
Melanies Empfehlung für den Einstieg in die „Reddit Unlocked“-Strategie ist klar:
Reddit ist kein Ort für flüchtige Reichweite, sondern für tiefes Eintauchen. Wer das Prinzip der Community-Kurierung akzeptiert und die eigene Kommunikation daran anpasst, kann den Brand Trust auf ein neues Level heben und eine sehr engagierte Nischen-Zielgruppe erreichen.
Der Aufbau einer organischen Reichweite kann dabei schnell zum Vollzeitjob werden – dieses Bewusstsein und Commitment muss vorhanden sein, wenn man Reddit als eigene Plattform nutzen möchte. Ein leichterer und effizienterer Einstieg bietet dabei die Welt der Reddit Ads, wobei auch hier stark auf die Community eingegangen werden muss und das einfache Kopieren aus anderen Ad-Formaten nicht möglich ist.
Die Community verstehen: die Regeln und die Sprache der jeweiligen Subreddits müssen verstanden werden.
Relevanz vor Reichweite: Echte Diskussionen schaffen Vertrauen.
Ehrlich und menschlich kommunizieren: Keine Copy-Paste-Strategien von anderen Kanälen.
Engagement messen: Upvotes und Kommentare sind die neue Währung des Erfolgs.
Denn wenn die eigene Zielgruppe auf Reddit unterwegs und man bereit ist, diese Spielregeln der Authentizität anzunehmen und nicht das Budget, sondern die Beteiligung in den Vordergrund zu stellen, dem eröffnet Reddit einen der wirkungsvollsten und vertrauenswürdigsten Kanäle im modernen Marketing-Mix.

Auch wenn wir bei KLIXPERT.io bereits erfolgreich Reddit Ads in unseren Kundenprojekten einsetzen, war dieser Deep Dive mit Melanie eine unglaubliche Bereicherung – er hat uns wertvolle Impulse geliefert, wie wir die Mechanismen des Community-Aufbaus noch tiefer in unsere Inbound-Strategien integrieren können, um den Brand Trust unserer Kunden auf das nächste Level zu heben.
Melanie ist Social Media Consultant bei Based und unterstützt Unternehmen dabei, wirkungsvolle Strategien zu entwickeln und kreativ umzusetzen. Zuvor leitete sie eine Inhouse-Agentur für Kunden aus der Tech-Branche. Als Speakerin trat sie u. a. beim Reeperbahn Festival, der AllSocial Conference und dem Nürnberg Digital Festival auf. Mit ihrem Gespür für Trends hilft sie Marken, dort sichtbar zu werden, wo ihre Zielgruppen wirklich sind.
Mehr Infos zu Melanie findest du hier.
]]>Damit sind junge Nutzer gemeint, die zwar digitaler sind als jede Generation vor ihnen, sich klassischen Werbemechaniken aber fast vollständig entziehen. Ilias startete mit einer Zahl, die das Dilemma sehr nüchtern auf den Punkt bringt: 85 % der User skippen Ads in weniger als 2,5 Sekunden.
In der Praxis bedeutet das oft: Sehr wenig bis kein Impact. Es wirkt schon fast so als würde die Botschaft verpuffen, bevor sie überhaupt gesehen wurde. Doch die Kernbotschaft des Vortrags war keineswegs pessimistisch, sondern lösungsorientiert. Die Zielgruppe ist nicht unerreichbar – sie erfordert nur eine andere Strategie. Unternehmen und Marken müssen lernen, kulturell relevanten Content zu produzieren und eine Agilität an den Tag zu legen, die viele so bisher nicht gewohnt waren.
Wie aber schafft man es, diese 2,5-Sekunden-Hürde zu überwinden und kulturelle Relevanz zu erzeugen? Der Schlüssel liegt of im agilen Arbeiten. Das Prinzip ist simpel, aber fordernd: Trends sehen, adaptieren und umsetzen. Und das am besten schnellstmöglich.
Aber Geschwindigkeit allein reicht nicht. Ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass der Content die Sprache der Plattform und der Community spricht. Nur wenn Inhalte nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern den Vibe des Feeds aufgreifen, bleiben die Nutzer stehen.
Ein oft unterschätzter Hebel, um die „Unreachables“ zu erreichen, ist der Shift vom Monolog zum Dialog. Unternehmen und Brands müssen dorthin, wo die Zielgruppe bereits ist – in die Kommentarspalten anderer Marken, Creators und viralen Videos.
Ilias nannte das „Outbound Community Management“. Die Zahlen, die er dazu präsentierte, sprechen eine deutliche Sprache:
Das zeigt: Wer sich aktiv in Diskussionen „einmischt“ (natürlich authentisch und nicht werblich), wird nicht als Störfaktor wahrgenommen, sondern als Teil der Community.
Dies ist ein Win-Win: Man baut Sympathie auf und nutzt die Interaktion gleichzeitig als Trend-Radar, um neue Mechaniken und Themen frühzeitig zu erkennen.
Wenn die Aufmerksamkeitsspanne das Nadelöhr ist, müssen wir auch die Messung und das Reporting anpassen. Ein „View“ sagt wenig aus, wenn der Nutzer nach ein paar Sekunden weiterscrollt. Deshalb sollte der Fokus auf einem anderen KPI liegen: „Quality time spent with brand“.
Dazu hat Ilias uns drei konkrete Messgrößen vorgestellt, die mehr Tiefe bieten als der klassische TKP (Tausender-Kontakt-Preis):
Diese Verschiebung der KPIs sorgt dafür, dass Budgets nicht nur in Impressions oder Reach fließen, sondern in Zahlen, in denen sich die Zielgruppe tatsächlich mit der Marke beschäftigt.
Der Vortrag von Ilias Benameur hat eines deutlich gemacht: Die „Unreachables“ sind eigentlich gar nicht unerreichbar.
Es braucht Mut zur Lücke, Mut zur Geschwindigkeit und den Willen, Teil einer Community zu sein. Für uns bei KLIXPERT.io ist das eine Bestätigung unserer Arbeitsweise: Growth entsteht heute dort, wo Strategie auf Agilität trifft und wo wir nicht nur auf Klicks schauen, sondern auf echte Resonanz.
Ilias Benameur ist Founder und CEO von gen-up, einer auf Gen Z Marketing und Recruiting spezialisierten Agentur. Er beschäftigt sich intensiv mit Strategien zur Aktivierung von Zielgruppen wie den „Unreachables“.
]]>Genau so ein Learning war die Keynote von Adil Sbai, seine These hallt bei mir persönlich und im Team immer noch nach. Er sprach über die „Generation Smartphone“ und brachte ein Paradoxon auf den Tisch, das wir oft beobachten, aber selten so klar aussprechen:
„Es war nie so einfach, Menschen zu erreichen. Es war nie so schwer Menschen für sich zu gewinnen.“
Wir alle kennen das aus der eigenen Mediennutzung: Die Feeds sind endlos, die Aufmerksamkeitsspanne ist minimal. Wir scrollen, wischen weiter, vergessen. Der Kampf um die Aufmerksamkeit entscheidet sich heute nicht mehr nur über das größte Budget, sondern oft auch in Sekundenbruchteilen am Daumen der Nutzer.
Hier sind meine Gedanken dazu und was wir für unsere Arbeit mitnehmen.
Lange Zeit war Online Marketing eine recht lineare Angelegenheit. Man steckte Budget hinein und konnte relativ verlässlich vorhersagen, was an Leads oder Umsatz zurückkommt. Adil hat auf der Bühne sehr anschaulich gezeigt, dass diese Rechnung heute oft nicht mehr so einfach aufgeht.
Wer sich nur auf den Lower Funnel konzentriert und dabei vergisst, die Marke oder das Unternehmen überhaupt erst relevant zu machen (Upper Funnel), läuft Gefahr, dass Kampagnen ineffizienter werden. Es reicht nicht mehr, nur „da“ zu sein. Man muss auch eine Bedeutung für den Nutzer haben.
Wenn Views und Impressions an Aussagekraft verlieren, worauf schauen wir dann? Ein spannender Impuls war der Fokus auf die „Time spent with brand“.
Es ist eigentlich logisch: Zeit ist unser wertvollstes Gut (dieser Satz ist übrigens auch in unserem Leitfaden verankert).
Wenn ein Nutzer bereit ist, seine Zeit freiwillig mit deinen Inhalten zu verbringen, ist das ein viel stärkeres Signal für Interesse als ein flüchtiger Klick. Das bedeutet für uns Marketers: Wir müssen Content und Inhalte erstellen, die kulturelle Relevanz haben. Man muss verstehen, was die Menschen gerade bewegt.
Gerade in einer Zeit, in der sehr viel AI Content erstellt wird, suchen Menschen wieder verstärkt nach Orientierung und Vertrauen. Eine Marke oder ein Unternehmen, das Teil der Diskussion ist und einen echten „Share of Voice“ in ihrem Themengebiet hat, baut langfristig etwas viel Wertvolleres auf als kurzfristige Reichweite: nämlich Loyalität. Das Ziel ist nicht mehr nur, den Nutzer einmalig zum Klicken zu bringen, sondern eine Beziehung aufzubauen, die den „Daumen stoppt“. Willst du deine Social Media Strategie verbessern?
Der Tag auf der OMX war eine gute Bestätigung für unseren Weg bei KLIXPERT.io. Eine starke Brand/Marke und kulturelle Relevanz sind das Fundament und die Performance-Mechaniken sorgen dann dafür, dass aus diesem Interesse Ergebnisse und Leads werden. Wer beides klug verknüpft, der wird auch in der „Generation Smartphone“ gewinnen. Es ist kein Entweder-oder, sondern ein gemeinsames Spiel.
Adil Sbai ist Gründer und CEO der Agentur WeCreate. Er gilt im DACH-Raum als einer der führenden Experten, wenn es um TikTok, vertikale Videos und die Creator Economy geht und hilft großen Brands dabei, die Sprache der Gen Z zu verstehen.
]]>Aber zuerst ist es wichtig zu wissen, was möglich ist. Hier ein schneller Überblick über die aktuellen Kanäle, die man querbeet verwenden kann oder sollte.
Meta bleibt ein Schwergewicht – nicht nur wegen seiner Reichweite, sondern dank seiner Innovationen rund um KI:
Google ist und bleibt das Zentrum für performanceorientiertes Suchmaschinenmarketing:
Das Power-Haus der Gen Z und Millennials:
Viele unterschätzen, wie fundamental KI mittlerweile Performance Advertising prägt:
Kurzum: Wer KI im Performance Marketing clever nutzt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Experimentieren war schon immer essenziell – aber 2025 ist es Pflicht!
Tipp: Setze auf eine Testkultur mit klaren KPIs, bündele Learnings, skaliere nur, was wirklich funktioniert. Die richtige Mischung aus Datenauswertung, KI-gestützter Optimierung und mutigem Testing bringt Wachstum.
Als Experten für datengetriebenes Growth Marketing orchestrieren wir für dich:
Wir sind am Puls der Trends und helfen dir, Budgets effizienter einzusetzen, Wachstumspotenziale zu heben und Experimente erfolgreich zu managen.
Da der Social Media Advertising Bereich einige Möglichkeiten für die Unternehmensseite bereithält, ist es von Vorteil, diese zu kennen, um sie entsprechend zum eigenen Nutzen anwenden zu können.
Dies hat sich auch 2026 nicht verändert – Soziale Medien gewinnen weiter zunehmend an Aufenthaltsdauer und somit an Relevanz und sind immer noch absolut wichtige Channels für Touchpoints im Inbound Marketing wie auch im performance-getriebenen Online Marketing.
Ich bin Christoph Mair und seit einigen Jahren im Performance Marketing für die Growth-Marketing Agentur Klixper.io tätig. Im folgenden Beitrag darf ich dich mit auf die Reise des Social Media Advertisings mitnehmen! Viel Spaß!
Mit Social Media Advertising und den Möglichkeiten, die es bietet, kannst du dein Unternehmen up-to-date halten und neue Kanäle schaffen, um potenzielle Kunden zu erreichen. Das Auftreten von Marken und Unternehmen auf Social-Media-Plattformen ist heutzutage kaum wegzudenken, um eine stabile und intensive Bindung zu den Kunden aufzubauen und zu halten. Als Part des Social Media Marketing kannst du über die kostenlosen Möglichkeiten hinaus auf den sozialen Netzwerken zusätzlich effektive Social Media Ads (kurz für Advertisements bzw. Anzeigen) ausspielen lassen.
Zahlreiche Menschen sind tagtäglich auf Social-Media-Kanälen unterwegs und könnten auf dein Unternehmen aufmerksam werden. Doch wie sprichst du diese Menschen – die potenziellen Kunden – gezielt und zum richtigen Zeitpunkt an? Im folgenden Beitrag schauen wir uns alles Wissenswerte rund um Social Advertising an und zeigen auf, worum es sich bei der Thematik handelt.
Beim Social Media Advertising geht es um kostenpflichtige Werbeanzeigen, die auf sozialen Medien geschaltet werden können. Die Werbetreibenden sind meistens Marken, Firmen, Unternehmer, die Ihre Produkte und Dienstleistungen als Teil des E-Commerce präsentieren wollen. Neben Google Ads sind Social Ads wichtiger Bestandteil des bezahlten Online Marketing für Unternehmen, die im Internet etwa ihre Produkte verkaufen möchten.
Die optische Erscheinung und Platzierung der Anzeigen kann dabei vielfältig sein. Von klassischen Newsfeed-Anzeigen mit einem Bild über Carousel Ads (mehrere Bilder als Slideshow) bis hin zu Video Ads in der Reel-Section sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Ob nun Facebook Ads, Instagram Ads oder auch LinkedIn Ads: Je nach Zielgruppen-Erreichbarkeit kannst du dir die beste Plattform für Social Media Werbung aus dem großen Angebot aussuchen. Im Gegensatz zu etwa klassischer TV-Werbung zeichnet sich die Werbung auf Social Media durch geringeren Streuverlust aus, da du dein Targeting genau definieren kannst und deine Anzeige nicht einfach an alle User ausgespielt wird. Zusätzlich kannst du Remarketing- bzw. Retargeting-Maßnahmen einbauen, die Personen erneut bespielen, wenn diese bereits mit deinem Unternehmen (deinem Profil oder deiner Website etwa) interagiert haben.

Der Begriff Social Media Advertising beinhaltet eine große Vielfalt an Möglichkeiten, Plattformen und Erscheinungen. Die Zeiten, in denen es eigentlich nur Facebook als großes soziales Netzwerk gab, sind vorbei. Längst haben sich “jüngere” Netzwerke wie TikTok oder Instagram etabliert und werden ebenfalls gerne als Werbeplattform genutzt. Basierend auf den Produkten oder Dienstleistungen, die du bewerben möchtest, ist es ratsam, einen Blick auf die Eigenschaften der Nutzer der verschiedenen Plattformen zu werfen.
Social Media Advertising auf Facebook oder Instagram ist womöglich die am weitesten verbreitete Form der Werbung auf sozialen Medien, allein schon weil diese Plattformen zu den bekanntesten gehören. Werbeformate auf Facebook oder Instagram sind häufig in Form eines Bildes oder Kurzvideos wiederzufinden und werden gerne im Feed oder auch in den Storys platziert.
Über den Facebook Werbeanzeigenmanager – oder seit 2022 eben Meta – lassen sich Facebook-Anzeigen schalten und auch Werbekampagnen auf Instagram starten. Über diesen Meta Business und Werbeanzeigenmanager kannst du zahlreiche Targeting-Optionen einstellen, vorgeben, auf welches Ziel (Conversion, Traffic, Interaktion etc.) die Anzeige ausgerichtet sein und wie sie optisch aussehen soll. Wähle zum Beispiel zwischen einem einfachen Bild, einer Carousel-Ad oder auch einem Video als Werbeformat.
Stell dein Budget (Laufzeit- oder Tagesbudget) ein und wähl aus, an welche Personen (Alter, Geschlecht oder z.B. Region) du deine Anzeige ausspielen willst. Facebook Advertising ist recht strukturiert gestaltet, sodass du im Meta Business Manager schnell einen Überblick gewinnen kannst.

Grundsätzlich sind Werbemaßnahmen im Anzeigenmanager in drei Ebenen untergliedert: die Kampagnen-Ebene, die Anzeigen-Ebene und die Werbeanzeigen-Ebene. Erstere legt oberste und grundlegende Dinge fest, wie Name der Kampagne oder auch das maximale Werbebudget, das ausgegeben werden darf. Auf Anzeigenebene kannst du alles rund um das Targeting einstellen und auch die Budgetierung detaillierter vorgeben. Demografische Angaben, Region-Auswahl und Interessen grenzen hier deine Zielgruppe ein, sodass du deine Streuverluste reduzierst, um etwa regionale Events nur in einem Umkreis von 50 km auszuspielen.
In der Anzeigenebene kannst du weiterhin auswählen, auf welchen Formaten die Werbeanzeige ausgespielt werden soll (Feed, Storys, Messenger, Rechte Spalte, Marketplace etc.).
Auf der dritten und letzten Ebene kannst du die Optik und das Format auswählen. Hier stellst du ein, ob es etwa Video Ads, Photo Ads oder auch Carousel-Ads sein sollen. Anschließend wählst du die entsprechenden Medien aus, kannst diese auch auf die Formate zuschneiden und mit Titel, Unterschriften und Links versehen, die die User auf eine ausgewählte Landingpage weiterleiten.
In der Werbeanzeigenmanager-Ansicht kannst du die Werbemaßnahmen stetig überwachen und Kennzahlen wie CPC (Cost per Click), Conversion Rate, CPM, CTR und weitere einsehen und verfolgen. Entsprechend kannst du deine Anzeigen fortlaufend anpassen und optimieren für den Fall, dass dir die KPIs (Key Performance Indicators) nicht zusagen. Facebook ist nach wie vor mit knapp 3 Milliarden Nutzenden weltweit die größte Plattform unter den sozialen Medien und bietet – sogar noch ergänzt mit Instagram – eine große Möglichkeit für dein Unternehmen.
Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken ist TikTok eine noch eher junge Plattform, auf der sich auch vermehrt junge Personen aufhalten. Es ist eine Plattform, die auf Kurzvideos ausgerichtet ist – diese Kurzvideos der User und Unternehmen werden als TikToks bezeichnet. TikToks zeichnen sich neben dem eher kürzerem Videoformat durch ihren Unterhaltungswert aus. Die Kurzvideoplattform hat in kurzer Zeit stark an Beliebtheit gewonnen und konnte im Jahr 2022 bereits zwei Milliarden Nutzer verzeichnen. Gerade für das Ansprechen der jungen Menschen, der Gen Z, ist das Werben auf TikTok lukrativ, hat die Plattform bei den 16- bis 24-Jährigen doch mittlerweile sogar Instagram überholt.
Auch auf TikTok gibt es einen Werbeanzeigenmanager, in dem du mit deinem Unternehmensaccount Anzeigen schalten kannst. Hier musst du aber mit der Schnelllebigkeit dieser Plattform umgehen können, um die Möglichkeit wahrzunehmen, mit recht wenig Budget maximale Ergebnisse zu erzielen.
Auch wenn diese Plattform im Vergleich zu TikTok schon länger bekannt und etabliert ist, sind die Nutzenden auch vermehrt junge Personen zwischen 13 und 35 Jahren. Es kann also für Unternehmen sinnvoll sein, auf Snapchat zu werben, wenn sie diese Zielgruppe erreichen möchten. Die zur Verfügung stehenden Werbeformate sind Image, Video, Story Ads, Collection Ads oder Filter.
Die Bilder-Suchmaschine Pinterest ist bereits seit 2010 auf dem Markt, bietet den über 430 Millionen aktiven Nutzenden aber erst seit 2019 ihre Plattform als Werbeplatz an. Im weitesten Sinne zählt Pinterest zwar zu den Social Networks, unterscheidet sich aber dahingehend, als dass es eine Suchmaschine ist, wo deine Werbemittel auf Suchanfragen und Keywords geschaltet werden können.
So ist bei Pinterest auch der SEO-Faktor, den man sonst eher aus dem Google Universum kennt, nicht ganz unwichtig. Über Pinterest kannst du mit aussagekräftiger visueller Gestaltung und dem cleveren Einsatz von Keywords neue Kunden anziehen und Brand Awareness schaffen.
Die wohl nach wie vor bekannteste Videoplattform der Welt erlaubt es dir, über das Google-Werbekonto Anzeigen zu schalten. Die klassischste Form, die nahezu jeder schon erlebt hat, sind die Instream-Videoanzeigen. Diese können überspringbar oder auch nicht überspringbar sein, sind maximal 15 Sekunden lang und kommen vor dem eigentlich ausgewählten YouTube-Video ins Bild.

Neben den Instream Werbemöglichkeiten bietet YouTube noch zwei weitere Formate an: Discovery-Anzeigen und Bumper-Anzeigen. Erstere erscheinen über den Suchergebnissen, nachdem User ein Keyword in die Suche eingegeben haben. Bumper-Anzeigen erscheinen vor, während oder nach Videos, sind maximal sechs Sekunden lang und nicht zu überspringen.
Twitter Ads kannst du auf dem Kurznachrichtenportal in Form von Promoted Ads, Follower Ads und Trend-Takeover ausspielen. Auch bei Twitter erhältst du nützliche Einblicke zu Impressions, Interaktionen und etwa Kosten pro Ergebnis.
Twitter lebt von einer Schnellebigkeit und ständigen Tweets, die durch User sowie Unternehmen abgesetzt werden. Du solltest dir also vor Augen führen, dass Twitter Ads nur dann wirklich sinnvoll sind, wenn du mehrmals täglich twittern und nahezu immer in der Lage bist, auf Tweets zu reagieren.
LinkedIn – als internationales Netzwerk – und Xing – vorrangig für den DACH-Raum konzipiert – sind Business Plattformen, auf denen sich Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Firmen miteinander verbinden. Insbesondere LinkedIn ist mit 185 Millionen Nutzenden das mittlerweile wichtigste soziale Netzwerk für Fachkräfte und Führungspersonal. Auf diesen beiden Plattformen geht es weniger um das Privatleben und die Freizeit von Menschen, sondern vielmehr um Business und die berufliche Entwicklung.

Mit Anzeigen kannst du hier wichtige und interessante geschäftliche Kontakte knüpfen, das eigene Business bewerben oder auch mit einer Palette an Targeting-Möglichkeiten nach neuen Mitarbeitern suchen. Hier kannst du von Textanzeigen, Sponsored InMail oder auch Display-Werbung profitieren. Mit dem Setzen von aussagekräftigen Call-to-Action Buttons, wie z. B. „Jetzt für Deinen Traumjob bewerben“ kannst du die Xing- oder LinkedIn-Nutzenden direkt in dein Stellenportal lenken.
Im Social Media Advertising gilt häufig die Cost-per-Click (CPC) bzw. Pay-per-Click (PPC) Methode, wo der Werbeschaltende bei Facebook usw. nur zahlt, wenn die Anzeige auch entsprechende Erfolge (Klicks, Impressions etc.) generiert. Es läuft ein wenig wie bei einer Echtzeitauktion, wo der wirkliche Auktionspreis von der Situation des Wettbewerbs abhängig ist.
Aber nicht bloß ist die Anzahl der Konkurrenz entscheidend, sondern auch die Qualität der Werbeanzeige. Je nach Relevanz, Qualität und Gebot wird dann eben die beste Anzeige nach dem Auktionssystem bevorzugt ausgespielt. Gemäß einer Studie wird geschätzt, dass die Social-Media-Advertising-Ausgaben z. B. in Deutschland bei ca. 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2022 liegen werden. Heruntergebrochen bedeutet das, dass Online Marketer bei Pinterest Ads mit etwa 30 Dollar pro 1.000 Impressions rechnen müssen, bei YouTube mit 10 Dollar und Instagram & Facebook veranschlagen ca. 7 bis 8 Dollar.
Bei Facebook (und entsprechend auch für Instagram) kannst du beispielsweise mit Tages- und Laufzeitbudget arbeiten und dieses festlegen. Weiterhin kannst du festlegen, zu welchen Tages- und Nachtzeiten die Ads ausgespielt werden sollen und so die vermutlich besten Zeiten für das Erreichen deiner Zielgruppe wählen. Außerdem kannst du auch Testkampagnen starten, die 3 bis 7 Tage lang laufen und zu Beginn Hinweise über die mögliche Performance geben.
Für erfolgreiches Social Media Advertising gibt es ein paar gute Beispiele, an denen man sich grundlegend orientieren kann. Es bedarf einer guten Planung, wie aber auch eines gezielten Content Marketing, das dann kanalübergreifend ausgespielt wird. Oftmals geht es darum, Wissenswertes und Aktuelles mit Humor zu verbinden und mit den eigenen Produkten in einen relevanten Kontext zu setzen.
Beispielsweise wurde über den Hastag #ShareACoke – auch mithilfe von prominenten Gesichtern wie Selena Gomez – die Coca Cola Kampagne verbreitet, in der es um personalisierte Getränkeflaschen oder -dosen ging. Die Kampagne wurde zum Teil bezahlt und zum Teil organisch durch die Reichweite des Hashtags verbreitet – eines der Beispiele dafür, dass das einfache Personalisieren eines Massenproduktes große Wirkungen erzielen kann. Ähnliche Kampagnen gab es zum Beispiel auch von der Ferrero-Marke Nutella, wo die Kunden das Etikett auf dem Glas personalisieren konnten.
Diese Social Media Kampagnen wurden als paid- wie auch als organic-Maßnahmen verbreitet. Durch die bezahlten Anzeigen wurde die Reichweite wesentlich erweitert, sodass die Inhalte schnell viral gingen. Hätte man hier von Beginn an nur auf die organischen Social-Media-Instrumente gesetzt und keine bezahlte Social Media Werbung inklusive Influencer integriert, wäre die Kampagne möglicherweise nicht so erfolgreich und weit verbreitet gewesen – und wir würden sie hier wohl nicht als gutes Beispiel für erfolgreiche Social Media Ads anbringen.
Für gelungene Social Ads muss sichergestellt sein, dass neben dem attraktiven und Aufmerksamkeit erregenden Content die Information, also die Kernaussage, auf den Punkt gebracht ist. Wenn das bereits auf den ersten Blick der Fall ist, bleibt ein User beim Scrollen stehen und schaut sich deine Ad an. Um aus der Masse hervorzustechen, ist ein ansprechendes, aber gerne minimalistisches Design mit klarer Botschaft von Vorteil, die zunächst kurz und knapp Information sowie den Nutzen klar darstellt.

Weiterhin sollten Interaktionspunkte gesetzt werden, die etwa in Form von CTA-Buttons (Call-to-Action) auftreten können. Auf diesen könnte zum Beispiel „Jetzt kaufen“ oder „Jetzt teilnehmen“ stehen, um die User zu animieren. Ebenso könnte man die Nutzenden mit einer Frage – etwa im Anzeigentext oder direkt auf dem Anzeigenbild – direkt ansprechen und involvieren. Durch emotionale Ansprache per Text und Bild schaffst du ein weiteres Attribut, das die Scrollenden zum Stehenbleiben animiert.
Wie du merkst, gibt es einige Attribute, die eine Anzeige auf den sozialen Medien mitbringen sollte, um gut zu funktionieren. Das Zusammenspiel von Bild und Text muss clever genutzt werden, um sofort Aufmerksamkeit zu erregen und aus der großen Masse an Informationen im Newsfeed herauszustechen.
Für Unternehmen ist das Werben auf den sozialen Netzwerken eine aussichtsreiche Möglichkeit, um die Zielgruppe ohne viel Streuverlust anzusprechen. Durch ausreichende Targeting-Einstellungen kannst du detailliert festlegen, welche Personen die Anzeige erhalten sollen.
Ein durchdachtes Zusammenspiel aus bezahlten (paid) und unbezahlten (organic) Maßnahmen auf Social Media ist sicherlich ein guter Weg. Um wirklich Reichweite zu generieren und dadurch mehr Traffic oder Page-Likes zu erhalten, muss oftmals neben den organischen Postings auch in Werbeanzeigen investiert werden. Dennoch sollten Unternehmen dabei nicht aus den Augen verlieren, dass sie neben den Social Ads auch ausreichend regelmäßigen Content produzieren und distribuieren sollten, um den Usern einen Mehrwert zu bieten.
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