Ich habe meine Mitschriften aus der Session strukturiert und möchte die wichtigsten Erkenntnisse hier teilen.
KI Tools (Midjourney, Freepik oder Suno) liefern uns auf Wunsch fast unbegrenztes Material – sei es der perfekte Beat, ein fotorealistisches Bild oder eine komplexe Animation.
Das bedeutet einen Wandel: Wir wechseln vom reinen „Ausführer“ in die Rolle des Regisseurs. Wir orchestrieren Tools wie ChatGPT, Freepik und Suno, um genau das zu erschaffen, was wir im Kopf haben. Die KI ist dabei unser Sparringspartner, der uns Ideen liefert und die Fleißarbeit übernimmt.
Die Magie passiert aber immer noch im Editing. Tools wie CapCut sind der Ort, an dem wir als Menschen den Unterschied machen. Wir bestimmen das Framing, das Timing und das Gefühl. Die KI ist der Praktikant, der die Pixel liefert – wir führen die Regie.

Besonders spannend waren die konkreten Workflows, die zeigen, dass professionelle AI-Videos nicht per „Knopfdruck“ in 5 Minuten entstehen (ein High-End Clip dauert gut und gerne 30 Stunden!).
Wenn ihr euch fragt, was aktuell in die Toolbox gehört – hier ist der Stack, der sich herauskristallisiert hat:
Ein deutlicher Trend ist die Entwicklung hin zu „Suiten“. Anstatt isolierte Einzellösungen zu nutzen, bündeln Plattformen wie Freepik, Adobe Firefly oder Open Art zunehmend verschiedene Modelle (Bild, Video, Vektor) an einem Ort. Dies reduziert die Notwendigkeit, zwischen verschiedenen Anwendungen zu wechseln, und vereinfacht den Arbeitsprozess.
Eine wichtige Erkenntnis zum Schluss: Reine, glattgebügelte „Flashy“ KI-Videos performen oft schlecht. Ihnen fehlt die Seele. Ein Video darf Ecken und Kanten haben, solange die Story stimmt.
Also: Keine Angst vor der Technik. Nutzt die Tools, um eure Vorstellungskraft zu erweitern, aber verlasst euch auf euer handwerkliches Gespür. Am besten startet man einfach: Ein Tool aussuchen, ausprobieren, scheitern, weitermachen.
Happy Creating! 
Als Nächstes kannst du dir überlegen, wie du KI sinnvoll im Social Media Marketing nutzen kannst.
Hast du einen Podcast? Content-Recycling mit Podcast ist ein Beispiel, das sehr gut funktioniert um authentische Clips auf Social Media zu pushen.
]]>Aber manchmal beschleicht uns im Trubel die Frage: Haben wir bei all dem operativen Tun noch die Zeit, wirklich die Richtung vorzugeben? Oder reagieren wir nur noch?
Ein Bild sagt hier oft mehr als tausend Worte. Auf der OMX in Salzburg holte Susanne Trautmann das berühmte Internet-Meme des Hundes auf die Leinwand, der entspannt in einem brennenden Haus sitzt und sagt: „This is fine.“.
Ein Schmunzeln ging durch den Saal, aber eines, das nachdenklich machte. Susanne nutzte dieses Bild treffend, um uns den Spiegel vorzuhalten: Wir stecken oft so tief im Tagesgeschäft, dass wir Gefahr laufen, den strategischen Weitblick zu verlieren.
Ihr Vortrag „Die Future Marketing Skill ist Strategie!“ war für mich eine Einladung, kurz innezuhalten. Sie zeigte uns einen Weg, wie wir uns aus dem reinen „Abarbeiten“ lösen und wieder mehr gestalten.

Susanne sprach ein Thema an, das viele von uns kennen: Wir sind oft müde. Die Anforderungen steigen, und doch fühlen wir uns manchmal in unserer Rolle beschnitten.
Die Zahlen, die sie präsentierte, untermauern das: In einer Studie gaben 80 % der Befragten an, dass Marketing in ihrem Unternehmen eher als „interner Dienstleister“ (für Vertrieb, HR etc.) gesehen wird. Nur knapp 29 % sehen Marketing in einer umfassenden strategischen Verantwortung für alle marktbezogenen Themen. (https://bvik.org/marketing-budget-studie/)
Das kann frustrieren. Viele stehen vor der Wahl: Love it, Change it or Leave it. Doch statt es zu beenden („Leave it“), plädierte Susanne leidenschaftlich für „Change it“. Und der Hebel dafür ist Strategie.
Marketing wird oft missverstanden. Susannes Definition hat mir sehr gefallen: „Marketing ist Konfrontation zwischen Angst und Neugierde“.
Wir müssen unser Selbstverständnis weiterentwickeln. Weg vom fremdgesteuerten Content-Lieferanten, hin zum Transformationsbegleiter auf Augenhöhe. Denn Strategie schafft Klarheit. Wer strategisch arbeitet, gewinnt Fokus, Souveränität und Selbstvertrauen. Man muss nicht mehr auf jeden Zuruf springen, sondern kann fundiert argumentieren, warum wir Dinge tun – und wie sie auf das große Ganze einzahlen.
Strategie klingt oft abstrakt. Dass es auch pragmatisch geht, zeigte Susanne mit konkreten Frameworks, die Struktur in komplexe Themen bringen:
Ein schönes Detail für uns Konferenz-Besucher war auch das OMX Impact Canvas. Ein einfaches Tool, um Events nicht nur zu konsumieren, sondern die „Goldnuggets“ zu identifizieren und direkt in ein Mini-Experiment umzusetzen.
Mehr zu den Canvas Modellen von Susanne: https://marketing-canvas.de/
Susanne Trautmann hat gezeigt, wie wichtig es ist, Marketing nicht nur als Umsetzer zu sehen. Ihr Appell, wieder mehr Gestaltungskraft zu entwickeln, trifft es genau: Marketing muss Transformation begleiten.
Gerade als Growth Marketing Agentur bei KLIXPERT.io sehe ich es als unsere Pflicht, Kunden nicht nur operativ zu entlasten, sondern strategisch zu fordern und zu fördern.
Wir haben den Auftrag, über den Tellerrand hinauszublicken. Eine echte Success Story entsteht erst dann, wenn wir neue Trends aufgreifen und den Kunden auch in Sachen Produkt weiterbringen, um das Beste aus allen Welten herauszuholen. Das bedeutet auch, den Product-Market-Fit immer wieder strategisch zu prüfen.
Wir werden die Canvas-Modelle von Susanne definitiv in unseren nächsten internen Workshops nutzen. Sie bieten die perfekte Struktur, um Ideen nicht nur zu sammeln, sondern strategisch zu validieren und klar zu definieren, was sofort getestet wird.
Was nehme ich mit? Wir dürfen uns unsere Rolle als Strategen aktiv nehmen. Susannes Fahrplan dafür ist simpel, aber effektiv:
Statt nur zu reagieren, drücken wir jetzt öfter mal die Stopptaste – um danach mit Plan und voller Kraft vorauszugehen. Lies gerne auch den Artikel zu Social Media Strategie mit OMX Insights.
]]>Franz Tretter hat auf den Online Expert Days gezeigt: Der Schlüssel liegt in der Kombination aus künstlicher Intelligenz und spielerischer Leichtigkeit. Hier sind die Fakten, warum Gamification kein Spielzeug, sondern ein Umsatz-Booster ist.
Viele Unternehmen behandeln Kundenbindung immer noch als „Nice-to-have“. Ein Stempelpass hier, ein Newsletter da. Doch die Realität sieht anders aus: Amazon generiert 35 % seines Umsatzes nur durch AI-gesteuerte Empfehlungen. Kundenbindung ist heute datengetrieben, hyper-personalisiert und muss Spaß machen. Wer das ignoriert, lässt bares Geld liegen.
Hier sind die 4 Hebel, die du jetzt umlegen musst.
Seien wir ehrlich: Newsletter-Öffnungsraten sinken. Der Kampf um die Inbox ist brutal.
Franz Tretter zeigte die Evolution der Kommunikation:
Post → E-Mail → SMS → WhatsApp → Push-Nachrichten.
Der Gewinner ist die Push-Notification auf dem Smartphone.
„Gießkannen-Marketing“ ist tot. Wenn du deine Werbung grau streichst, damit sie niemanden stört, wird sie auch niemanden begeistern. Eine allgemeine Botschaft holt den jungen Papa der Fleisch liebt genauso wenig ab wie die sportliche Veganerin.
Profillose Werbung wird übersehen – individuelle Ansprache hingegen bringt bis zu 40 % mehr Umsatz.
Wie funktioniert das? Mit einer Self-Learning AI Driven Journey:
Lieber Datensilos nutzen als gar keine Daten. Starte dort, wo du bist.
Warum sollte jemand deine App öffnen, wenn er gerade nichts kaufen will? Hier kommt Gamification ins Spiel. Es schafft Berührungspunkte zwischen den Käufen.
Der Case: L’Osteria und das Pizza-Glücksrad. User können einmal am Tag am Rad drehen und Prämien gewinnen.
Der Effekt:
Gamification nutzt psychologische Trigger wie Streaks (Tägliche Serien), Badges (Abzeichen für 5km Läufe) oder Fortschritts-Balken. Es emotionalisiert die Marke und sorgt dafür, dass du im Kopf bleibst („Hopfi“-Sammelspaß bei Bierbrauereien).
Bei aller Technologie (AI, Data, Apps) darf eines nicht vergessen werden: Die Usability. Franz Tretter bringt es auf den Punkt: „Maximal einfach – Mama muss es verstehen.“
Erfolgreiche Kundenbindungsprogramme kombinieren zwei Dinge:
Kundenbindung ist keine Glückssache. Sie ist das Ergebnis aus smarten Daten und emotionalem Design. Ob im digitalen E-Commerce oder im stationären Handel (wo du Kunden per QR-Code auf dem Produkt digitalisieren kannst): Wer seine Kunden kennt und spielerisch bindet, gewinnt.
Willst du Einmalkäufer oder Fans, die 3,5-mal mehr ausgeben? Lass uns deine Customer Journey personalisieren. #letsgrowtogether
]]>Wir starren auf Dashboards, optimieren CPCs und prompten uns durch den Tag. Wir versuchen krampfhaft, den Algorithmus zu füttern. Doch während wir die Maschine bedienen, haben wir das Wichtigste vergessen: Den Menschen am anderen Ende des Screens.
Robert Seeger wagt die Reise ans Ende des klassischen Online-Marketings. Sein Appell: In einer Welt der perfekten künstlichen Generierung werden Empathie, Kreativität und bewusste Unperfektheit zu den härtesten Währungen. Doch was heißt das konkret?
Robert Seeger lieferte 5 Beispiele, die zeigen, wie dieser Wandel in der Praxis aussieht – und die man kennen muss, um sie zu verstehen.
Sölden ist bekannt als James-Bond-Drehort (007). Viele Marketer agieren heute wie Agenten: Sie tracken, spionieren Daten aus und feuern automatisierte Kampagnen ab. Robert Seeger zeigte einen Geschäftsführer in Sölden, der diesen Spieß umdreht. Er nutzt die Daten nicht für Retargeting-Ads, sondern für echte Gastfreundschaft.
Der Case: Der Geschäftsführer von der James Bond Erlebniswelt „007 Elements“ analysiert digital, welche Gäste gerade im Tal sind – wer hat Einfluss, wer passt zur Marke? Doch statt einer automatisierten E-Mail („Schön, dass du da bist“), greift er zum analogen Mittel: Er sucht den persönlichen Kontakt. Er bietet diesen Gästen eine exklusive, persönliche Führung an – bis zu drei Mal am Tag.
Das Learning: Er nutzt High-Tech für die Analyse, aber High-Touch für den Abschluss. Das ist 00M (Mensch): Die Technik liefert den Lead, der Mensch baut die Beziehung.
Wir optimieren unsere Bilder für Instagram, damit sie perfekt aussehen. Aber was passiert, wenn wir nichts mehr sehen? Robert Seeger erzählte die Geschichte von „Lilly“, einer Tanzlehrerin, die blind ist.
Der Case: In Lillys Tanzkursen tragen auch die sehenden Teilnehmer Augenmasken. Wenn der visuelle Schein wegfällt (keine Spiegel, keine Instagram-Optik), passiert etwas Magisches: Die Teilnehmer müssen fühlen. Sie müssen zuhören. Sie müssen vertrauen.
Das Learning: Wir bewegen uns vom „Homo Sapiens“ (der alles weiß und sieht) zum „Homo Sentiens“ (der fühlt). Wenn KI perfekte Bilder generieren kann, ist das „unperfekte“ echte Gefühl dein einziger USP. Marketing muss wieder spürbar werden, nicht nur sichtbar. Mit KI authentisches Social Media Marketing schaffen ist der Reality-Check für 2026.
Oft glauben wir, B2B oder seriöse Branchen müssten trocken sein. Robert Seeger beweist das Gegenteil mit zwei Beispielen, die zeigen: Humor ist der Schlüssel zur Aufmerksamkeit.
Die Cases:
Das Learning: Humor bricht die Barriere der Professionalität auf. Er macht Marken nahbar. Wer lacht, hört zu.
Müssen wir jeden Trend mitmachen? Müssen wir auf TikTok tanzen, wenn wir Reisebus-Touren verkaufen? Robert Seeger sagt: Nein. Bewahre deine Würde.
Der Case: Kneissl-Touristik hat etwas gewagt, wovon jeder Social-Media-Guru abraten würde: Sie haben ihren gedruckten Reisekatalog Seite für Seite digital vorgelesen.
Das Learning: Sei keine Algorithmus-Marionette. Mach den „Eltern-Test“: Würden sich deine Eltern für die Kampagne schämen? Wenn ja, lass es – egal was der Algorithmus sagt. Was hältst du von einem Podcast-First-Prinzip? Authentische Podcasts können als kurze Video-Segmente auf Social Media veröffentlicht werden und so die Zielgruppe konkret ansprechen.
Wir alle kennen FOMO (Fear Of Missing Out). Wir hetzen jedem Trend hinterher. Robert Seeger fordert den Shift zu FOMI – Fun Of Making Impact. Marketing soll nicht nur verkaufen, es soll verändern.
Der Case: Der Wings for Life World Run. Hier geht es nicht primär um Red Bull Marketing. Es geht um eine Mission: Laufen für die, die es nicht können. Querschnittslähmung heilbar machen.
Robert Seeger selbst stellte sich für ein Interview ins absurde „Catcher Car“-Kostüm. Nicht, weil es professionell aussieht, sondern weil es Aufmerksamkeit für die Sache bringt.
Fazit: Am Ende läuft alles auf die österreichische S-DNA hinaus: „Scheiß di nit an.“ (Trau dich einfach).
Wir zerdenken zu viel. Wir sichern uns zu oft ab. Das Ende des Online-Marketings ist der Anfang von etwas Echtem. Eine Liebeserklärung an alles, was KI (noch) nicht kann: Lachen. Weinen. Seele.
Auch das Beispiel von Airbnb in Afrika, wo ein ganzes Dorf durch Tourismus-Einnahmen wirtschaftlich überleben kann, zeigt: Marketing kann Lebensgrundlagen schaffen.
Bist du bereit für Impact statt nur Impressions? Lass uns Marketing machen, das wirkt. #letsgrowtogether
Willst du deine Social Media Strategie verbessern?
]]>Während Deep-Think-Modelle günstiger werden und „Agents“ das Shopping übernehmen, müssen wir uns fragen: Brauchen wir in 10 Jahren überhaupt noch Websites? Hier sind die 5 Thesen für die Zukunft des Marketings.
Jede Technologie durchläuft den klassischen Gartner Hype Cycle. Nach dem Gipfel der überzogenen Erwartungen folgt unvermeidlich das „Tal der Enttäuschung“. Genau in diese Phase treten wir jetzt ein.
Doch das ist keine schlechte Nachricht für dein Business, im Gegenteil: Es ist der notwendige Filter, der bloße Spielerei von echter wirtschaftlicher Wertschöpfung trennt.
Philipp Klöckner, Tech-Analyst und Host des Doppelgänger-Podcasts, lieferte fünf Thesen, die zeigen, dass die Disruption nicht abgesagt, sondern nur erwachsener geworden ist.
Apple wird im KI-Rennen oft unterschätzt, weil sie bisher keine lauten Launches wie ChatGPT hingelegt haben. Doch das ist Teil ihrer DNA. Apple war nie der First Mover – weder beim MP3-Player, noch beim Smartphone oder Tablet. Sie waren immer der Fast Follower, der eine Technologie erst dann adaptiert, wenn sie perfektioniert ist.
Ihr strategisches Ass im Ärmel sind die AirPods. Die Logik ist simpel: Wer KI im Alltag wirklich nutzt, will nicht tippen, er will sprechen. Mit den AirPods besitzt Apple den exklusiven Zugang zu deinem Ohr und damit die Schnittstelle für die natürlichste Form der KI-Interaktion.
Kombiniert mit dem Potenzial eines „Private AI Data Centers“ (da aus Datenschutzgründen alles kontrolliert werden muss), könnte Apple Sicherheit zum ultimativen USP in einer Welt voller Datenlecks machen.
In den letzten Monaten wurde Google oft vorschnell abgeschrieben. „ChatGPT ist der Google-Killer“, hieß es in den Schlagzeilen. Doch diese Einschätzung ignoriert die fundamentale Machtstruktur des Internets. Kein Unternehmen der Welt ist besser auf das KI-Zeitalter vorbereitet als der Suchmaschinen-Gigant.
Der Grund dafür liegt in der Historie: Google hat bereits 2002 begonnen, mit Google Books das Wissen der Welt zu digitalisieren. Sie besitzen mit Search, Maps und YouTube den größten proprietären Datenschatz der Menschheitsgeschichte.
Klöckner warnt vor dem „Nanobanana“-Effekt: Es braucht oft nur ein einziges, extrem gut integriertes Produktupdate im Google-Kosmos (Gemini), um Marktanteile massiv zu verschieben. Wer gegen Google wettet, wettet gegen die Infrastruktur des Internets.
Dies ist die wohl radikalste These für jeden Marketing-Entscheider: „In 10 Jahren ist eine Website das, was heute ein gedruckter Katalog ist.“
Wir bewegen uns weg vom klassischen Browsing hin zum Agentic Web. In Zukunft werden wir nicht mehr selbst stundenlang nach Produkten suchen. KI-Shopping-Agents – wie Amazon Rufus oder kommende OpenAI-Tools – werden das für uns erledigen.
OpenAI plant bereits, einen Shopping Agent zu bauen, der ähnlich wie Amazon funktioniert. Die Konsequenz: Du gibst deinem Agenten nur noch das Ziel vor („Laufschuhe, 150 €“), und er kauft autonom. Wenn primär Maschinen deine Seite besuchen, wird „User Experience“ zweitrangig. Deine Website wandelt sich von einem Showroom zu einer reinen Datenbank für Bots.
Vergiss alles, was du über Zielgruppen-Targeting weißt. Die nächste Stufe der Werbung heißt Persuasive AI. KI-Modelle sind heute schon 21 % besser darin, die Meinung von Menschen zu verändern, als Menschen selbst. Je mehr Daten das Modell über dich hat, desto manipulativer wird es – die Überzeugungskraft steigt auf bis zu 80 %.
Das Szenario der Zukunft ist nicht mehr die plumpe Banner-Werbung. Stattdessen spielen Algorithmen dir organisch wirkenden Content zu, der dich unterbewusst beeinflusst und eine Kaufentscheidung herbeiführt, bevor du überhaupt weißt, dass du das Produkt willst. Das ist das Ende der klassischen Werbung und der Beginn der psychologischen Einflussnahme.
Amazon wächst, aber sie brauchen riesige neue Märkte, um dieses Wachstum zu halten. Klöckner sieht Amazon in Zukunft nicht mehr nur als Händler, sondern als Komplettanbieter für Infrastruktur. Amazon sucht nach Märkten, die schlecht funktionieren und riesig sind.
Die Antwort: ISP (Internet Service Provider) und TV. Mit Satelliten-Internet und dem Einstieg ins TV-Geschäft könnte Amazon die komplette Kette kontrollieren: Vom Internetzugang über das Fernsehprogramm bis hin zur individualisierten Werbung, die direkt zum Kauf führt. Hyperpersonalisierung auf einem neuen Level.
Was bleibt also für uns Marketer, wenn KI besser textet, besser plant und Amazon die Infrastruktur besitzt? Klöckner nennt es „Humanity’s Last Exam“.
Der Begriff bezieht sich auf eine Initiative, die versucht hat, Fragen zu finden, die eine KI nicht lösen kann. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mit der Zeit löst die KI immer mehr dieser angeblich „unlösbaren“ Aufgaben. Aktuelle KI-Modelle erreichen in IQ-Tests Werte von über 145 – das ist Nobelpreisträger-Niveau.
Warum wir trotzdem gebraucht werden: Unser Gehirn funktioniert als „Mix of Experts“ – je nach Aufgabe wird ein anderer Teil beansprucht. Moderne KI-Architekturen kopieren dieses Prinzip, um effizienter zu werden (Deep Think). Doch genau hier liegt unsere letzte Bastion:
Wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang einer neuen Arbeitsteilung. Die „letzte Prüfung“ besteht darin, ob wir bereit sind, die Führung abzugeben und stattdessen die Richtung vorzugeben.
Bereit für die Zeit nach dem Hype? Lass uns deine Strategie so aufstellen, dass sie auch im „Agentic Web“ funktioniert. #letsgrowtogether
Dich interessiert das Thema KI im Jahr 2026 – dann lies auch KI im Social Media: Der Reality-Check in Zeiten von AI.
]]>Jörg ist ein Veteran der Szene: Seit über 20 Jahren im Web, mehr als 10 Jahre SEO-Erfahrung und heute der strategische Kopf hinter der Suche bei Hansgrohe. Er weiß: Traffic allein bezahlt keine Rechnungen. Besonders nicht in einem komplexen B2B/B2C-Modell, wo der Hersteller (Hansgrohe) nicht direkt an den Endkunden verkauft, sondern der Kaufabschluss oft beim Handwerker vor Ort passiert. Es gibt also keinen Onlineshop, der die Customer Journey abschließt und Messdaten wie Durchschnittswarenkorb oder gar CLV (Customer Lifetime Value messbar) messbar macht.
Sein Vortrag war eine Blaupause dafür, wie man SEO nicht als Insel-Disziplin, sondern als Fundament einer messbaren Customer Journey begreift – vom viralen PR-Gag bis zur PDF-Übergabe an den Installateur.
Hier sind meine strategischen Highlights aus Jörgs Session.
Jörg machte deutlich: Die Customer Journey beginnt oft weit vor dem eigentlichen Produktbedarf. Um hier sichtbar zu sein, setzt Hansgrohe auf Content Mapping über alle Kanäle (YouTube für How-Tos, Instagram für Inspiration) und bindet echte Experten ein, um Trust-Signale zu senden.
Doch das eigentliche Highlight war ein Best-Practice-Beispiel für Online-PR als SEO-Hebel: Die Kampagne „Bitte ein Duschbier“. Was zunächst nach einem Marketing-Gag klingt, war ein strategischer Schachzug. Die Story schaffte es in fast alle großen digitalen Tageszeitungen.

Traffic ist gut, Interaktion ist besser. Doch wie verwandelt man einen anonymen Website-Besucher in einen qualifizierten Lead (MQL), wenn man keinen „Jetzt kaufen“-Button für eine 2.000€-Regendusche hat?
Jörgs Antwort: Interaktive Tools und Simulatoren. Hansgrohe bietet Nutzern an, ihre Dusche oder ihr Bad online zu konfigurieren und den Einspareffekt (Wasser/Energie) zu simulieren. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 10 % aller User nutzen diese Tools. Das ist eine Engagement-Rate, von der die meisten E-Commerce-Shops träumen. Hier geht es übrigens zum Bad Simulator von Hans Grohe.
Der entscheidende „Hand-off“: Am Ende der Simulation steht nicht der Kauf, sondern ein Service: Der User erhält ein konfiguriertes PDF oder kann diese direkt an einen Fachpartner senden oder damit in den Baumarkt gehen. Hier passiert die Magie: Die digitale Journey wird physisch. Der „Traffic“ wird zu einem konkreten Handlungsauftrag für den Handwerker oder den Baumarkt. Genau an diesem Punkt wird aus einem Besucher ein Lead, dessen Wert sich beziffern lässt.
Der vielleicht ehrlichste Moment des Vortrags war Jörgs Einblick in die Datenwelt eines Konzerns. Das Ziel ist klar: Wir wollen wissen, ob der Kunde, der heute beim Handwerker bestellt, vor sechs Monaten über das „Duschbier“ oder einen YouTube-Clip zu uns kam. Nur so lassen sich die Kosten pro Channel sauber erheben und Budgets effizient allokieren.
Doch Jörg warnte vor falschen Erwartungen:
„Bis messbare Daten entstanden und das Modell stand, dauerte es gut zwei Jahre.“
Attribution ist kein Schalter, den man umlegt. Es ist ein Prozess aus Datensammlung, Tracking-Konzepten und der Verknüpfung von Silos. Aber wenn es steht, kann Hansgrohe die vollständige Journey mappen und Leads auf ihre Ursprungsquelle zurückführen – egal ob Kampagne, SEO oder PR.

Für mich war dieser Vortrag die perfekte Ergänzung zum Vormittag. Während Björn Darko uns gezeigt hat, wie wir Traffic „anzünden“, hat Jörg Niethammer uns gelehrt, wie wir mit langem Atem die Straßen bauen, auf denen dieser Traffic sicher zum Ziel (Umsatz) fährt.
Meine 3 Key-Takeaways für unsere Arbeit bei Klixpert:
Jörg zeigt eindrucksvoll: SEO ist am Ende kein Selbstzweck, sondern der Startpunkt einer messbaren Wertschöpfungskette.
Wer mehr über Jörg Niethammer und seine Arbeit wissen möchte, findet hier sein Linkedin Profil
Habt ihr eure Customer Journey schon lückenlos gemappt oder verliert ihr den User noch im „Niemandsland“ zwischen Website und Vertrieb?
]]>In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf ein Recap der LinkedIn-Sessions auf der OMX (Online Marketing Expert Days) in Salzburg, die uns dort besonders beschäftigt haben. Wir tauchen ein in zwei spannende Perspektiven: Corporate Influencing und LinkedIn Ads.
Hier sind meine Gedanken und Key-Takeaways aus diesen beiden starken Vorträgen von Davorin Baruzija und Theresa Sturm.
Davorin Barudzija von der Social Selling Academy hat gleich zu Beginn den Finger in die Wunde gelegt: Die organische Reichweite von klassischen Unternehmensseiten sinkt dramatisch. Das spüren wir alle. Seine Antwort darauf ist aber nicht „mehr Budget“, sondern „mehr Mensch“.
Sein Ansatz des Corporate Influencing zielt darauf ab, Teams aus C-Level, Sales und Marketing (ca. 15–20 Personen) zu befähigen, als Gesichter der Marke aufzutreten. Die Rechnung, die er aufgemacht hat, ist beeindruckend:
Wenn nur 10 Mitarbeiter je 1.250 Impressionen pro Woche erzielen, sind das 50.000 Impressionen im Monat – organisch, glaubwürdig und vor allem: menschlich.

Mein Gedanke dazu: Vielen Dank an Davorin für diese Bestätigung. Wir testen genau diesen Ansatz bei KLIXPERT.io aktuell selbst aus. Wir haben zwar keine Armee von 20 Corporate Influencern, aber wir merken schon bei wenigen Accounts, wie wertvoll diese Sichtbarkeit ist. Besonders in unserem Fokusmarkt – Marketing für Augenlaserzentren und Healthcare – ist Vertrauen die härteste Währung. Und dieses Vertrauen baut man nicht über ein steriles Logo auf, sondern über Gesichter.
Ein weiterer wichtiger Punkt von Davorin war das Thema KI. Er sieht reinen KI-Content kritisch, weil Nutzer zunehmend unsicher werden, was noch „echt“ ist. Seine Devise: Einfach und authentisch bleiben. Das gute alte Selfie schlägt das hochglanzpolierte Foto. Und für die Zukunft? Video, Video, Video. Die Gen Z wächst in Entscheidungspositionen hinein, und diese Generation spricht die Sprache von Reels und Bewegtbild.
Wenn jemand weiß, wie man einen Saal wachrüttelt, dann Theresa Sturm von Via Digital. Um sicherzugehen, dass wir alle bei der Sache sind, hat sie erst einmal mit uns getanzt. Eine starke Performance und genauso performant scheinen auch ihre Kampagnen zu sein. Sie hat ihre Learnings aus über 300 LinkedIn Ads Kampagnen mit uns geteilt.
Ein Satz von ihr hallt bei mir noch nach: „Was bei Meta Ads an einem Tag passiert, dauert bei LinkedIn eine Woche.“
Das rückt die Erwartungshaltung gerade für ungeduldige Marketer wieder zurecht. Man braucht auf dieser Plattform einfach einen längeren Atem.
Theresa lieferte wertvolle Insights zur Conversion-Rate. Der Vergleich war ein Augenöffner:
Das macht klar, wo die Reise hingehen muss. Aber Achtung beim Lead Magneten: „Whitepaper sind ausgelutscht“.
Stattdessen funktionieren Checklisten, Frameworks und Guides. Der Lead Magnet muss so gut sein, dass man ihn eigentlich verkaufen könnte. Nur dann denkt sich der Lead: „Wenn das Gratis-Zeug schon so gut ist, wie gut ist dann erst deren Service?“
Meine Takeaways: Theresa hat die Bühne wirklich im Griff gehabt. Wir nutzen LinkedIn Ads intensiv für unsere Pharma- und Medtech-Kunden und ihre Tipps sind viel wert. Vor allem ihren Ansatz, beim Targeting Kosten zu sparen, indem man statt auf teure „Jobbezeichnungen“ lieber auf „Kenntnisse & Karrierestufen“ setzt, werden wir definitiv testen. Auch ihre Aussage zu Checklisten kann ich zu 100 % unterschreiben – das funktioniert spitze.
Wo wir ergänzend dazu auch sehr gute Erfahrungen gemacht haben, ist das Targeting von ganz spezifischen Unternehmen (Account Based Marketing) sowie der Einsatz von Success Stories als Leadmagneten. Gerade bei Nischenprodukten im medizinischen Bereich trifft man so exakt die richtige Persona.
Die Kombination aus Davorins „Human Touch“ und Theresas datengetriebenen Performance-Hacks hat für mich das Bild von LinkedIn wieder geschärft.
Wer auf LinkedIn gewinnen will, braucht authentische Gesichter, die Vertrauen aufbauen, und smarte Paid-Strategien, die diese Inhalte dann an die richtigen Entscheider bringen.
In meinen weiteren Beiträgen zur OMX nehme ich euch mit zu den anderen Sessions, die uns beschäftigt haben. Bleibt dran!
]]>Damit sind junge Nutzer gemeint, die zwar digitaler sind als jede Generation vor ihnen, sich klassischen Werbemechaniken aber fast vollständig entziehen. Ilias startete mit einer Zahl, die das Dilemma sehr nüchtern auf den Punkt bringt: 85 % der User skippen Ads in weniger als 2,5 Sekunden.
In der Praxis bedeutet das oft: Sehr wenig bis kein Impact. Es wirkt schon fast so als würde die Botschaft verpuffen, bevor sie überhaupt gesehen wurde. Doch die Kernbotschaft des Vortrags war keineswegs pessimistisch, sondern lösungsorientiert. Die Zielgruppe ist nicht unerreichbar – sie erfordert nur eine andere Strategie. Unternehmen und Marken müssen lernen, kulturell relevanten Content zu produzieren und eine Agilität an den Tag zu legen, die viele so bisher nicht gewohnt waren.
Wie aber schafft man es, diese 2,5-Sekunden-Hürde zu überwinden und kulturelle Relevanz zu erzeugen? Der Schlüssel liegt of im agilen Arbeiten. Das Prinzip ist simpel, aber fordernd: Trends sehen, adaptieren und umsetzen. Und das am besten schnellstmöglich.
Aber Geschwindigkeit allein reicht nicht. Ein weiterer entscheidender Faktor ist, dass der Content die Sprache der Plattform und der Community spricht. Nur wenn Inhalte nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern den Vibe des Feeds aufgreifen, bleiben die Nutzer stehen.
Ein oft unterschätzter Hebel, um die „Unreachables“ zu erreichen, ist der Shift vom Monolog zum Dialog. Unternehmen und Brands müssen dorthin, wo die Zielgruppe bereits ist – in die Kommentarspalten anderer Marken, Creators und viralen Videos.
Ilias nannte das „Outbound Community Management“. Die Zahlen, die er dazu präsentierte, sprechen eine deutliche Sprache:
Das zeigt: Wer sich aktiv in Diskussionen „einmischt“ (natürlich authentisch und nicht werblich), wird nicht als Störfaktor wahrgenommen, sondern als Teil der Community.
Dies ist ein Win-Win: Man baut Sympathie auf und nutzt die Interaktion gleichzeitig als Trend-Radar, um neue Mechaniken und Themen frühzeitig zu erkennen.
Wenn die Aufmerksamkeitsspanne das Nadelöhr ist, müssen wir auch die Messung und das Reporting anpassen. Ein „View“ sagt wenig aus, wenn der Nutzer nach ein paar Sekunden weiterscrollt. Deshalb sollte der Fokus auf einem anderen KPI liegen: „Quality time spent with brand“.
Dazu hat Ilias uns drei konkrete Messgrößen vorgestellt, die mehr Tiefe bieten als der klassische TKP (Tausender-Kontakt-Preis):
Diese Verschiebung der KPIs sorgt dafür, dass Budgets nicht nur in Impressions oder Reach fließen, sondern in Zahlen, in denen sich die Zielgruppe tatsächlich mit der Marke beschäftigt.
Der Vortrag von Ilias Benameur hat eines deutlich gemacht: Die „Unreachables“ sind eigentlich gar nicht unerreichbar.
Es braucht Mut zur Lücke, Mut zur Geschwindigkeit und den Willen, Teil einer Community zu sein. Für uns bei KLIXPERT.io ist das eine Bestätigung unserer Arbeitsweise: Growth entsteht heute dort, wo Strategie auf Agilität trifft und wo wir nicht nur auf Klicks schauen, sondern auf echte Resonanz.
Ilias Benameur ist Founder und CEO von gen-up, einer auf Gen Z Marketing und Recruiting spezialisierten Agentur. Er beschäftigt sich intensiv mit Strategien zur Aktivierung von Zielgruppen wie den „Unreachables“.
]]>Genau so ein Learning war die Keynote von Adil Sbai, seine These hallt bei mir persönlich und im Team immer noch nach. Er sprach über die „Generation Smartphone“ und brachte ein Paradoxon auf den Tisch, das wir oft beobachten, aber selten so klar aussprechen:
„Es war nie so einfach, Menschen zu erreichen. Es war nie so schwer Menschen für sich zu gewinnen.“
Wir alle kennen das aus der eigenen Mediennutzung: Die Feeds sind endlos, die Aufmerksamkeitsspanne ist minimal. Wir scrollen, wischen weiter, vergessen. Der Kampf um die Aufmerksamkeit entscheidet sich heute nicht mehr nur über das größte Budget, sondern oft auch in Sekundenbruchteilen am Daumen der Nutzer.
Hier sind meine Gedanken dazu und was wir für unsere Arbeit mitnehmen.
Lange Zeit war Online Marketing eine recht lineare Angelegenheit. Man steckte Budget hinein und konnte relativ verlässlich vorhersagen, was an Leads oder Umsatz zurückkommt. Adil hat auf der Bühne sehr anschaulich gezeigt, dass diese Rechnung heute oft nicht mehr so einfach aufgeht.
Wer sich nur auf den Lower Funnel konzentriert und dabei vergisst, die Marke oder das Unternehmen überhaupt erst relevant zu machen (Upper Funnel), läuft Gefahr, dass Kampagnen ineffizienter werden. Es reicht nicht mehr, nur „da“ zu sein. Man muss auch eine Bedeutung für den Nutzer haben.
Wenn Views und Impressions an Aussagekraft verlieren, worauf schauen wir dann? Ein spannender Impuls war der Fokus auf die „Time spent with brand“.
Es ist eigentlich logisch: Zeit ist unser wertvollstes Gut (dieser Satz ist übrigens auch in unserem Leitfaden verankert).
Wenn ein Nutzer bereit ist, seine Zeit freiwillig mit deinen Inhalten zu verbringen, ist das ein viel stärkeres Signal für Interesse als ein flüchtiger Klick. Das bedeutet für uns Marketers: Wir müssen Content und Inhalte erstellen, die kulturelle Relevanz haben. Man muss verstehen, was die Menschen gerade bewegt.
Gerade in einer Zeit, in der sehr viel AI Content erstellt wird, suchen Menschen wieder verstärkt nach Orientierung und Vertrauen. Eine Marke oder ein Unternehmen, das Teil der Diskussion ist und einen echten „Share of Voice“ in ihrem Themengebiet hat, baut langfristig etwas viel Wertvolleres auf als kurzfristige Reichweite: nämlich Loyalität. Das Ziel ist nicht mehr nur, den Nutzer einmalig zum Klicken zu bringen, sondern eine Beziehung aufzubauen, die den „Daumen stoppt“. Willst du deine Social Media Strategie verbessern?
Der Tag auf der OMX war eine gute Bestätigung für unseren Weg bei KLIXPERT.io. Eine starke Brand/Marke und kulturelle Relevanz sind das Fundament und die Performance-Mechaniken sorgen dann dafür, dass aus diesem Interesse Ergebnisse und Leads werden. Wer beides klug verknüpft, der wird auch in der „Generation Smartphone“ gewinnen. Es ist kein Entweder-oder, sondern ein gemeinsames Spiel.
Adil Sbai ist Gründer und CEO der Agentur WeCreate. Er gilt im DACH-Raum als einer der führenden Experten, wenn es um TikTok, vertikale Videos und die Creator Economy geht und hilft großen Brands dabei, die Sprache der Gen Z zu verstehen.
]]>
Sein Thema: Google Discover. Ein Kanal, der für viele Unternehmen noch eine „Black Box“ ist, bei gezielter Umsetzung jedoch systematisch Millionen von Klicks liefert.
Die zentrale These des Vortrags war radikal: Google Discover folgt nicht den Regeln der Suche (Search), sondern den Regeln von Social Media. Wer hier gewinnen will, muss aufhören, wie ein technischer SEO zu denken, und anfangen, wie ein Publisher zu agieren.
Hier sind die tiefgehenden Analysen und Strategien aus Björns „Discover at Scale“-Framework.
Björns provokante These „Don’t hire a SEO – hire a Journalist“ fundiert auf der technischen Natur von Google Discover. Während die klassische Google-Suche ein Pull-Kanal ist (Nutzer hat ein Bedürfnis -> sucht -> findet), ist Discover ein Push-Kanal. Der Feed wird basierend auf Interessen kuratiert, ähnlich wie bei TikTok oder Instagram.
Es geht laut Björn um Frequenz: “Wir brauchen umfassende Cluster und täglich Veröffentlichungen über Monate – die ersten Beiträge können erst nach drei Monaten relevant werden, dann beginnen die richtigen Spiele!”
In diesem Umfeld ist die Click-Through-Rate (CTR) das entscheidende Signal für den Algorithmus. Ein technischer SEO optimiert für Crawler; ein Journalist schreibt für menschliche Aufmerksamkeit.
Die Erfolgsformel von Björn lässt sich als „Sexy-Framework“ zusammenfassen, das die psychologische Klick-Barriere senkt:
Der strategische Hebel: Journalistisch aufbereiteter Content wird häufiger von anderen Medien zitiert. Dies generiert natürliche Citations. Für Google ist das ein massives Vertrauenssignal. Discover-Traffic ist somit nicht nur ein Klick-Lieferant, sondern ein Vehikel zum Aufbau von Brand Authority, was wiederum die Rankings in der klassischen Suche stützt. PR und SEO verschmelzen hier.
Im Zeitalter von AI-Content ist E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) die wichtigste Währung. Google muss verstehen, wer der Absender ist und warum er kompetent ist.
Björn stellte hierzu das Konzept des „Entity Stacking“ vor. Anstatt Content anonym oder unter generischen Firmenprofilen zu veröffentlichen, werden gezielt Autoren-Entitäten aufgebaut. Hinsichtlich Themen und Entitäten gilt es breit zu arbeiten, aber im semantischen Spektrum des Projektes zu bleiben. In seinem konkreten Fall schreibt er für ein Real-Estate Projekt auch über Tiny-Homes, Gartengestaltung und die Terrasse. In seinem Fall hat er keine Kochrezepte veröffentlicht 
Ergänzend dazu spielt die Local Authority eine immense Rolle. Wer täglich relevante Inhalte für eine spezifische Region liefert, wird von Google als lokale Autorität erkannt und im Feed der dort ansässigen Nutzer bevorzugt.
Einer der wertvollsten Growth-Hacks aus dem Vortrag betrifft den Lebenszyklus von Content. Die meisten Marketer betrachten einen Artikel als „abgeschlossen“, sobald er veröffentlicht ist. Das ist Ressourcenverschwendung.
Björns Metapher: „Wir fahren Schlitten, solange der Schnee fällt.“ Das bedeutet: Solange ein Thema relevant ist und auf Discovery Traffic auslüst, wird der Content am Leben erhalten. Die Aviv Group nutzt hierfür eine aggressive Republishing-Strategie:
Björn zeigte Beispiele von Artikeln, die bis zu 22-mal republished wurden. Das Ergebnis ist eine „dramatische Steigerung“ des Traffics: Der Artikel baut über die Zeit immer mehr Signale auf, anstatt jedes Mal bei Null zu beginnen. Für uns als Growth Marketer ist das Effizienz in Reinform: Maximaler Output aus bestehenden Assets.
Für einige Leute im Zuschauerraum verwirrend oder gar verstörend. Aber klar, dies ist eine Kontra-Strategie zum klassischen SEO, wie wir das bisher kannten. Hier ist Björn ganz klar.
Um Discover dominieren zu können, ist Frequenz entscheidend. Die Empfehlung lautete: Mindestens ein Content-Piece pro Tag pro Cluster. Dies ist manuell kaum skalierbar, weshalb Prozesse und KI unverzichtbar sind.

Der Vortrag von Björn Darko war ein Weckruf für die Branche. Google Discover ist kein Zufallsprodukt, sondern ein Kanal, der sich durch klare Prozesse, journalistische Qualität und technisches Entity-Management steuern lässt.
Die Key-Takeaways für unsere Strategien bei Klixpert.io:
Wer tiefer in Björns Denkweise eintauchen möchte, dem empfehle ich seinen Podcast SEOPPRESSO – es gibt genau zu diesem Case auch eine Podcast-Episode.
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